Norwegens Ministerpräsident zu Besuch im Kraftwerk Sima

28.09.2010 | News

Ministerpräsident Jens Stoltenberg besuchte am Montag die westnorwegische Region Hardanger und das Kraftwerk Sima. Nach einer Führung durch die Anlage.

Mit dem Hubschrauber kam Norwegens Ministerpräsident bei strahlendem Sonnenschein von Oslo über die Hardangervidda. Landeplatz war Kjeåsen am östlichsten Zipfel des Hardangerfjordes, wo die Hochspannungsleitungen aus dem Kraftwerk Sima ans Tageslicht kommen. Dort wurde er vom Kraftwerksdirektor Vidar Riber und dem Bürgermeister der Gemeinde Eidfjord begrüßt und auf dem Weg ins Kraftwerk begleitet.

Im Vorführraum des Kraftwerkes begrüßte ihn Statkraft-Regionaldirektor Jan Alne, der dem Ministerpräsidenten einige Schlüsseldaten zu Norwegens zweitgrößtem Kraftwerk nannte (1120 MW Leistung, Stromerzeugung im Jahresmittel rund 3000 GWh).

„Ich wies Ministerpräsident Stoltenberg auch darauf hin, dass Sima vor 30 Jahren vom damaligen Ministerpräsidenten Oddvar Nordlie eröffnet wurde und dass das Kraftwerk mittlerweile 400.000 Besucher gehabt hat“, sagt Jan Alne. Der norwegische Regierungschef erhielt auch eine Orientierung über den Wasserfall Vøringfossen, der Teil des Einzugsgebietes des Kraftwerkes ist und dennoch weiterhin Norwegens meistbesuchte naturgeschaffene Sehenswürdigkeit ist.

Wertschöpfung vor Ort

Natürlich gefiel es Ministerpräsident Stoltenberg auch zu hören, dass das Sima-Kraftwerk jährlich auch 110 Millionen Kronen an Steuern und Abgaben in die Gemeindekassen von Eidfjord und Ulvik bringt“, sagt Jan Alne.
Nach der kurzen Einführung des Regionaldirektors ergriff Atle Neteland, Konzernchef des Energieunternehmens BKK, das Wort. In seiner Analyse der Energiesituation im Großraum Bergen unterstrich er die Wichtigkeit einer neuen Hochspannungsleitung, um in Phasen mit hohem Strombedarf die Nachfrage sichern zu können.

Anschließend fuhren die Besucher mit dem Bus ins Kraftwerkinnere, wo der Ministerpräsident von der Turbinengalerie aus die laufenden Aggregate näher in Augenschein nehmen konnte.

Jens Stoltenberg fiel die Sauberkeit und Ordnung im Kraftwerk auf, worauf Jan Alne spontan antwortete, dass Statkraft die Wartung der Anlagen ja auch für die Ewigkeit betrieb.
„Denn wenn es aus der Nordsee kein Erdöl und kein Erdgas mehr gibt, sollen die Wasserkraftwerke auch weiter reine und erneuerbare Energie zum Wohle zukünftiger Generationen erzeugen“, sagte der Regionaldirektor.