Statkraft in der Downing Street Nr. 10

10.02.2010 | News

Porträt von Premierminister Gordon Brown

Premierminister Gordon Brown lädt Statkraft in die Downing Street Nr. 10, um über Energie und Umweltprobleme zu sprechen.

Am Montagabend war Oluf Ulseth von Statkraft zu Gast beim britischen Premierminister Gordon Brown, um mit ihm die britische Energiepolitik zu erörtern. Statkraft war als einziges norwegisches Unternehmen bei diesem Gespräch vertreten.

Es ist offensichtlich, dass die Aktivitäten von Statkraft in Groβbritannien auch in der britischen Politik aufmerksam verfolgt werden. In der vergangenen Woche erreichte uns eine Einladung zu einem Meeting in einer der weltweit bekanntesten Adressen: Downing Street Nr. 10. Deshalb stieg Europadirektor Oluf Ulseth am Montag ins Flugzeug nach London, um den britischen Premierminister Gordon Brown, Energieminister Ed Miliband und Wirtschaftsminister Peter Mandelson zu treffen.

„Es war ein sehr konstruktives Gespräch”, meint Oluf Ulseth. „Ed Miliband skizzierte einige der viele Herausforderungen, vor denen Groβbritannien in Bezug auf die Energiemärkte und die anspruchsvollen Ziele für Emissionsgrenzen steht. Die folgende Diskussion, die aus zehn Beiträgen bestand, wurde von Peter Mandelson geleitet.

Die Beiträge kamen von Vertretern von Energieunternehmen und Investoren in grünen Projekten. Zu den rund 25 Unternehmen, die bei diesem Meeting vertreten waren, gehörten Scottish and Southern Energy (SSE), E.ON, RWE, EDF, Scottish Power, Centrica, BP, Shell, Mitsubishi, Siemens, Morgan Stanley, Carbon Climate Capital – und eben Statkraft.

„Unser Anliegen war es, die Bedeutung langfristiger und berechenbarer Rahmenbedingungen und eines gut funktionierenden Energiemarktes zu betonen“, sagt Oluf Ulseth.„Dies ist besonders im Hinblick auf die laufenden Diskussionen über stärkere staatliche Eingriffe in den britischen Energiemarkt sehr wichtig. Auβerdem habe ich die Bedeutung von koordinierten und berechenbaren Prozessen zur Vergabe von Konzessionen verdeutlicht. Dieser Termin war auch ein geeigneter Anlass, um zu unterstreichen, wie wichtig ein Seekabel zwischen Norwegen und Groβbritannien für einen Ausgleich der groβen Mengen an Windenergie  sein kann, die in den kommenden Jahren auf den britischen Inseln geplant sind.“

Aktiv in Großbritannien

Seine Einladung als einziges norwegisches Unternehmen zu diesem Meeting verdankt Statkraft seiner Position als Europas führender Erzeuger von erneuerbaren Energien. Außerdem war das Unternehmen im zweiten und dritten Ausschreibungsverfahren für Offshore-Windenergieanlagen in Groβbritannien sehr aktiv.

"Wir haben als total unbekanntes Unternehmen in Großbritannien angefangen und jetzt trägt unsere Arbeit langsam aber sicher Früchte. Wir betrachten diese Einladung als Anerkennung unserer Arbeit in Großbritannien während der letzten Jahren," sagt Oluf Ulseth.

Statkraft und Statoil haben mit dem Bau der Offshore-Windfarm Sherungham Shoal vor der Küste Englands begonnen. Im Januar wurde des Weiteren verkündet, dass Statkraft und Statoil gemeinsam mit zwei britischen Partnern den Zuschlag erhalten haben, das Offshore-Windgebiet Dogger Bank zu entwickeln, das alleine ein Potential von über 9.000 MW hat. Des Weiteren sind Statkraft vor Kurzem Lizenzen für Onshore-Windparks in Großbritannien zugeteilt worden.

Ehrgeizige Ziele

Die Briten haben sich bei der Entwicklung erneuerbarer Energien hohe Ziele gesetzt. Ihr Ziel ist es, die Klimaemissionen bis 2020 um mindestens 34 Prozent zu verringern.

„Für die britische Regierung ist es eine sehr wichtige Frage, wie sie den Energiebedarf in der Zukunft decken und den Ausstoβ von Klimagasen verringern soll“, so Oluf Ulseth. „Deshalb waren sie an konkreten Ideen interessiert, wie Unternehmen dazu gebracht werden können, in klimafreundliche Lösungen zu investieren.“ Die Briten können zukünftig bei ihren Klimadiskussionen auf Rat von Statkraft und anderen Fachleute zurückgreifen.

Oluv Ulseth zufolge machte Gordon Brown deutlich, dass Groβbritannien auch weiterhin interessiert ist, den globalen Klimaprozess wieder in Gang zu bringen. Dies wird wahrscheinlich beim EU-Gipfel am Donnerstag ein Thema sein.