Eine saubere Sache – Rechengutmanagement an der Weser

13.05.2014 | News

Der Strom aus Statkrafts Kraftwerken an der Weser ist sauber. Dank des Rechengutmanagements bleibt auch die Weser selbst sauber. Und das Beste: Das angeschwemmte Rechengut wird auch noch zur Befeuerung des Biomassekraftwerk Landesbergen weiterverwendet.

In der Weser schwimmen nicht nur Aale, Lachse und Barben, sondern auch jede Menge Treibgut, das von der Strömung mitgerissen wird. Die Bandbreite der im Wasser treibenden Güter reicht von Ästen über Baumaterialien bis hin zu Hausrat. Es lässt sich grob in zwei Anteile gliedern: 90 Prozent organische Abfälle und 10 Prozent Zivilisationsmüll wie Reifen, Flaschen, Plastik aller Art, Möbel etc.


Erreicht das Treibgut auf seinem Weg durch die Weser ein Kraftwerk, strandet es im großen Rechen, der vor den Turbinen angebracht ist. Wie viel im Rechen landet ist unter anderem abhängig von der Anzahl der Hochwasser. Fällt in einem Jahr sehr viel Regen und die Anzahl der Hochwasser steigt, werden auch vermehrt Grünabfälle aus den Uferbereichen mitgerissen. Pro Jahr holt Statkraft so an sechs Weser-Laufwasserkraftwerken zwischen 350 und 630 Tonnen Rechengut aus dem Wasser.


Damit die Rechen nicht verstopfen gibt es an jedem der Weser-Kraftwerke Rechenreiniger. Das sind Maschinen, die das Rechengut vollautomatisch aus dem Rechen ziehen und in bereitstehende Container abwerfen. Sind die Container voll, melden die Maschinisten vor Ort dem zentralen Kraftwerksbüro in Dörverden, dass die Container abgeholt werden müssen.


Seit Dezember 2013 wird der für die Biomassanlage brauchbare Teil nicht mehr weggeworfen. Die Verwertung funktioniert folgendermaßen: Zunächst werden die vollen Container innerhalb von 24 Stunden gegen leere ausgetauscht. Das Treibgut wird dann zur Zwischenlagerung gebracht. Dort wird das Rechengut sortiert und in zwei Kategorien aufgeteilt: thermisch verwertbare Stoffe für die Biomasseanlage und Reststoffe die gesondert entsorgt werden. Bevor der thermisch verwertbare Anteil im Biomassekraftwerk verwendet werden kann, wird er geschreddert und anschließend auf LKW verladen.


Bis Dezember letzten Jahres wurde der Abfall genauso sortiert. Aber der organische Anteil wurde nur kompostiert und nicht verwertet. Mit der weiteren Verwertung des Rechenguts für die Biomassanlage ist Statkraft jetzt noch ein Stück nachhaltiger.