Grünes Licht für Dudgeon Offshore Windpark

02.07.2014 | News

Statoil und Statkraft haben sich dazu entschieden den Dudgeon Windpark an der Küste vor Norfolk in Großbritannien zu bauen. Das Projekt soll im Winter 2017 in Betrieb genommen werden.

Wenn der Windpark in Betrieb ist, wird Dudgeon erneuerbare Energie an 410.000 Haushalte in Großbritannien liefern. Das Projekt bewegt sich in eine neue Phase – die Kabel und das Umspannwerk an Land werden nun verlegt und gebaut. Der Offshore-seitige Bau des Windparks vor der Küste beginnt 2016.
 
Die Gesamtinvestition beläuft sich auf rund 1,8 Milliarden Euro. Statkraft und Statoil werden eine Partnerschaftsstruktur aufsetzen, die das Investitionsvolumen beider Partner wiederspiegelt. Statkraft hält 30 % der Anteile und beteiligt sich damit mit rund 563 Millionen Euro.
 
„Wir freuen uns sehr über die heutige Investitionsentscheidung, mit der wir unsere Wachstumspläne in der Offshore-Windindustrie in Großbritannien unterstrichen haben. Das Dudgeon-Projekt ist eine gewinnbringende Investition und wir werden erhebliche Mengen an sauberem und bezahlbarem Strom in den britischen Markt bringen. Dudgeon bietet uns außerdem eine ausgezeichnete Grundlage, um unsere Aktivitäten in einer sich reifenden Offshore-Windindustrie weiter zu entwickeln“, so Olav Hetland, Senior Vice President Offshore Wind bei Statkraft.
 
Die Verbindung von Statoils Offshore-Expertise und Statkrafts Erfahrung bei großen erneuerbaren Energieprojekten, wird sowohl für die Eigentümer, Lieferanten als auch für die Industrie in Großbritannien als solches Wert schaffen. Die Investition in Dudgeon kann Vorteile für die gesamte Offshore-Windindustrie in Großbritannien bringen. Mindestens 70 Arbeitsplätze werden direkt vor Ort rund um den Betrieb des Windparks entstehen. Dazu kommen zusätzliche Jobs während der Bauphase und indirekt in der Lieferkette.
 
„Die heutige Entscheidung unterstreicht den Erfolg unserer neuen Verträge und wird dauerhaft zu kontinuierlichen Investitionen in erneuerbaren Strom führen. Großbritannien ist weltweit der geigneteste Ort um in Offshore-Wind zu investieren – mehrere Millionen Pfund wurden bereits investiert. Hunderte „grüne“ Arbeitsplätze werden so unterstützt und die Energieversorgung aus erneuerbaren Quellen vor Ort gestärkt. Seit 2010 wurden bereits rund 4,2 Milliarden Euro aus der Privatwirtschaft in erneuerbare Energien investiert  - dieses Volumen hat das Potential fast 37.000 Arbeitsplätze in Großbritannien zu schaffen“, sagte der Energieminister Großbritanniens, Michael Fallon. 
 
Statoil wird das Projekt bis zur Produktionsreife leiten und anschließend den Betrieb des Windparks übernehmen. Die erste Stromlieferung wird in der ersten Jahreshälfte 2017 erwartet.
 
Über das Projekt
Der Dudgeon-Windpark besteht aus 67 Windturbinen mit jeweils 6 MW installierter Leistung. Insgesamt ergeben sich daraus 402 MW installierte Leistung. Die jährliche Stromerzeugung wird auf 1,7 TWh geschätzt. Dies ist genug Energie, um 410.000 Haushalte in Großbritannien mit Strom zu versorgen. Der Projektstandort in der Nordsee liegt 32 km vor der Küste, nördlich der Stadt Cromer in North Norfolk und 20 km nordöstlich des Sheringham Shoal Windparks.
 
Eigentümer des Dudgeon-Windpark sind Statoil und Statkraft. Statoil wird die Bauphase und den Betrieb übernehmen.
 
Die Lizenz für den Standort wurde durch die britische Regierung in der 2. Runde des Vergabeprozesses im Jahr 2003 verliehen.

Dudgeon Key Facts

  • 32km vor der Küste von North Norfolk
  • Wassertiefe 18-25 Meter
  • Installierte Kapazität 402 MW und eine jährliche Erzeugung von 1,7 TWh. 410.000 britische Haushalte können so mit Strom versorgt werden.
  • 67 Siemens-Turbinen, mit jeweils 6MW
  • Die Windturbinen werden auf Monopile-Fundamente, die im Meeresboden verankert werden, gesetzt.
  • Ein 1000 Tonnen schweres Offshore-Umspannwerk • Onshore-Umspannwerk in Necton mit Anschluss zum nationalen Netz

Projekt-Zeitplan      

  • Bau der Onshore-Kabel: 2015
  • Einrichtung der Offshore-Fundamente: 2016
  • Installation der Turbinen: 2017
  • Erste Stromlieferung: 2017
  • Vollständige Inbetriebnahme: 2017