Statkraft Auszubildende und Mitarbeiter retten Kröten und Molche

25.03.2014 | News

Jedes Jahr im Frühling kann man am Pumpspeicherkraftwerk (PSW) Erzhausen das gleiche Spektakel bewundern: Tausende Kröten und Molche machen sich auf den gefährlichen Weg zu ihren Laichgewässern. Die Mitarbeiter vor Ort helfen ihnen jetzt, diesen Weg unbeschadet zu überstehen.

Der Frühling ist da - die ideale Jahreszeit für die Krötenwanderung. Sobald die Amphibien das Winterquartier verlassen, zieht es sie zum Laichen an ihren Geburtsort. Diese Wanderung findet überall fast gleichzeitig statt. Auf ihrem Weg müssen die Tiere oft stark befahrene Straßen überqueren. Viele überleben diesen Teil der Strecke nicht. Sie sterben, nicht nur durch das direkte Überrollen, auch der geschwindigkeitsabhängige Strömungsdruck der Autos auf die Fahrbahn macht ihnen zu schaffen. Um die Tiere davor zu schützen werden sogenannte Krötenzäune aufgestellt.
 
Einen solchen Zaun von fast 1 km Länge hat die Naturschutzbehörde des LK Northeim an der L 487 auf Höhe des PSW Erzhausen aufgestellt. An dem Krötenzaun wurden zusätzlich in bestimmten Abständen Eimer in die Erde eingelassen, in denen die Kröten und Molche gefangen werden. Auf bitten der Naturschutzbehörde tragen die Auszubildenden und Mitarbeiter von Statkraft am Standort die in den Eimern gesammelten Kröten und Molche jeden Morgen über die vielbefahrene Straße  und setzen die Tiere sicher wieder aus. Über 100 Kröten und 40 Molche kommen hier schon mal, je nach Witterung, bei einer der allmorgendlichen Sammlung zusammen.
 
Da die „Rettungsaktion“ nicht ganz ungefährlich ist wurde eigens eine Gefährdungsbeurteilung erstellt, um die Risiken zu bewerten und geeignete Maßnahmen zum Schutz der Mitarbeiter zu entwickeln. Um sich selbst zu schützen sind deshalb immer mindestens drei Mitarbeiter beim Einsammeln dabei: Zwei sichern die Straße in beide Fahrtrichtung mit Warndreiecken und achten zusätzlich auf den Verkehr, während die anderen Mitarbeiter die Tiere sicher über die Straße bringen. Alle Mitarbeiter tragen bei der Aktion Warnwesten mit Reflektoren, sodass andere Verkehrsteilnehmer sie rechtzeitig sehen können. Alle Beteiligten erhielten zu ihrer eigenen Sicherheit eine besondere Einweisung.
 
Insgesamt, so sind sich die Mitarbeiter sicher, lohnt sich diese extra halbe Stunde, die für das Einsammeln der Tiere benötigt wird. Schließlich hat man ja hunderte von Leben gerettet.