EEG Novelle: Warum Unternehmen noch 2016 eine PV-Anlage auf ihrem Dach installieren sollten

06.05.2016 11:11 | Pressemitteilung

Arbeiter auf einem Dach mit PV-Anlage

Der Bundestag will noch vor der Sommerpause das neue EEG 2016 beschließen. Im aktuellen Entwurf ist eine Ausschreibungspflicht für Dachanlagen größer als 1 Megawatt enthalten. Inhaber von Dächern mit mehr als 10.000 Quadratmetern Fläche werden nur noch bis Ende 2016 eine Anlage in der vollen Größenordnung realisieren können.

Zukünftig werden solche Dachanlagen nicht mehr gebaut werden, da sie im Wettbewerb mit anderen Anlagen dieser Größenordnung nicht bestehen können. Somit bleiben die Dächer von zum Beispiel Logistik- oder Großhandelsunternehmen ungenutzt. Photovoltaik-Dachanlagen über 1 Megawatt (1,000 kWp) genießen bisher automatisch 20 Jahre Anspruch auf Förderung. Das neue EEG sieht für Betreiber eine Ausschreibung um die Einspeisevergütung vor, genauso wie bei Freiflächenanlagen, für die schon heute der Ausschreibungsweg Pflicht ist. Die Ausschreibungspflicht für große Dachanlagen soll voraussichtlich zum 1. Januar 2017 in Kraft treten.

PV-Dachanlagen mit der Größe von 1 Megawatt würden sich vor allem für Eigenverbrauchsmodelle eignen. Bei diesen Modellen rechnen sich Solaraufbauten immer dann, wenn die Stromerzeugungskosten der Anlage geringer wären, als der örtliche Strompreis des Versorgers (in der Regel über 14 ct/kWh). In diesem Falle würde – wie zum Beispiel mit dem Statkraft SonnenPakt – die erzeugte Energie zum größten Teil dem Eigenverbrauch zugeführt. Aber selbst wenn der Kunde den Großteil des in der PV-Anlage erzeugten Stroms selber verbraucht, ist der heutige Einspeisetarif ein wichtiger Aspekt für die Finanzierung der Anlage.

Der Betrieb großer Dachanlagen wird durch eine Änderung des Einspeisetarifs  – wie derzeit durch die Gesetzesänderung vorgesehen –  wesentlich teurer und in den meisten Fällen unwirtschaftlich. Wer noch 2016 eine PV-Anlage installiert und die derzeit geltenden Regelungen des EEG erstmals für sich in Anspruch nimmt, kann sich diese Vorteile noch zwanzig Jahre lang für seine Anlage sichern.

Für alle, die sich für große Dachanlagen interessieren, hat der norwegische Energieversorger Statkraft erstmals eine eigens auf Industrie, Handel und Gewerbe ausgerichtete Informationsplattform eingerichtet (www.statkraftsonnenpakt.de). Die Seite bündelt ausschließlich wesentliche Informationen über Solar Leasing Möglichkeiten für Unternehmen. Das Angebot reicht von branchenspezifischen Informationen über weiterführende Fachartikel, bis hin zum Angebot einer individuellen und persönlichen Beratung für kundenspezifische Anliegen.