Die drei größten nordischen Energieversorger fordern Stärkung des EU-Emissionshandels

23.05.2016 09:55 | Pressemitteilung

Die drei größten nordeuropäischen Energieversorger Fortum, Statkraft und Vattenfall haben Verbesserungsvorschläge vorgelegt, wie der EU-Emissionshandel den hohen Ambitionen des Pariser Klimaabkommens gerecht werden kann. Das von den drei Vorstandsvorsitzenden gemeinsam unterzeichnete Positionspapier fordert die Aufnahme dreier Sofortmaßnahmen in den laufenden Revisionsprozess zur vierten Phase des EU-Emissionshandelsgesetzes.

Das Pariser Abkommen bereitet einen internationalen, langfristigen politischen Rahmen für den globalen Übergang zu klimaverträglichen Wirtschaftssystemen. Das EU-Emissionshandelssystem (ETS) wurde dabei als das wichtigste Instrument der EU-Klimapolitik festgelegt. Allerdings entspricht der derzeitige CO2-Markt nicht dem langfristigen Ziel der Pariser Vereinbarung. Darüber hinaus bietet das ETS nicht genügend Anreize für kohlenstoffarme Investitionen im Energiesektor.

Es ist wichtig, dass die EU-Klimapolitik besser angepasst wird, um den Ansprüchen des Pariser Abkommens nachzukommen. Daher muss der europäische Emissionshandel, als das Kerninstrument der EU, gestärkt werden. Zu diesem Zweck schlagen die drei größten nordischen Energieunternehmen drei Sofortmaßnahmen vor:

  • Den Anspruch der ETS-Regelung zu erhöhen, indem der lineare Reduktionsfaktor (LRF) der ETS-Erhöhung auf mindestens 2,6% ab 2021 erhöht wird.
  • Die Menge an ETS-Zertifikaten als Reaktion auf den Einfluss der sich überschneidenden, nationalen politischen Linien zu reduzieren.
  • Keine Zertifikate des Innovationsfonds vor 2023 zu verkaufen, um Marktverzerrungen zu minimieren.

Fortum, Statkraft und Vattenfall setzen sich nachdrücklich für eine CO2-neutrale EU-Stromerzeugung bis spätestens 2050 ein. Je früher ein geändertes EU-Emissionshandelssystem die langfristigen EU-Klimaziele reflektiert, desto geringer sind die gesamtgesellschaftlichen Kosten bis zur Erreichung des langfristigen Klimaziels und desto vorhersehbarer wird das EU-ETS für Betreiber und Investoren.