Statkraft AS – erstes Quartal 2009 - Zufriedenstellendes Betriebsergebnis

20.05.2009 08:00 | Pressemitteilung

Oslo, 20. Mai 2009 – Das Betriebsergebnis des Konzerns, bereinigt um nicht realisierte Wertänderungen sowie wesentliche Sondereffekte, beträgt für das 1. Quartal 440,6 Millionen EUR (428,8 Millionen EUR). Dies entspricht gegenüber dem ersten Quartal 2008 einer Verbesserung um 3 %. Sie ist in erster Linie auf eine Steigerung der Produktion aufgrund neuer Aktiva zurückzuführen, während die Höhe des durchschnittlichen Marktpreises in Nordeuropa auf dem Niveau des vergangenen Jahres lag. Das Betriebsergebnis nach Steuern, bereinigt um nicht realisierte Wertänderungen sowie wesentliche Sondereffekte, beträgt 199,6 Millionen EUR (328,8 Millionen EUR). Der Quartalsabschluss steht unter dem Einfluss umfangreicher nicht realisierter Wertänderungen, das nicht bereinigte Ergebnis nach Steuern beläuft sich auf 304,2 Millionen EUR (424,9 Millionen EUR)1.

„Statkraft AS verzeichnete im 1. Quartal mit einer Verbesserung um 3 % im Vergleich zum entsprechenden Quartal des Vorjahres ein zufriedenstellendes Betriebsergebnis. In diesem Ergebnis schlagen sich sowohl die Übernahme neuer Aktiva in Verbindung mit dem Swap mit der E.ON AG Ende 2008 als auch die Konsolidierung der SN Power als Tochtergesellschaft ab Januar diesen Jahres nieder“, sagt Vorstandsvorsitzender Bård Mikkelsen.

„Anfang 2009 erhöhte Statkraft mit dem Abschluss mehrerer großer Verträge sein Engagement unter anderem auf dem Gebiet der Offshore-Windenergie in Großbritannien und der Wasserkraft in Südosteuropa. Auf diese Weise konnte der Konzern seine Position als größter Erzeuger erneuerbarer Energien in Europa weiter ausbauen“, erläutert Bård Mikkelsen.

Quartalsergebnis

Der Strompreis auf dem nordeuropäischen Markt bewegte sich im 1. Quartal auf dem gleichen Niveau wie im entsprechenden Zeitraum 2008. Der durchschnittliche nordeuropäische Marktpreis für das Quartal lag dieses Jahr bei 38,2 EUR/MWh gegenüber 38,0 EUR/MWh 2008 und 26,7 EUR/MWh 2007.

Die Brutto-Betriebseinnahmen des Konzerns im 1. Quartal lagen bei 897,3 Millionen EUR (800,5 Millionen EUR), was einer Steigerung um 12 % entspricht. Sie ist in erster Linie auf eine höhere Produktion infolge der Übernahme von Aktiva von der E.ON AG zurückzuführen.

Die Betriebskosten betrugen 255,9 Millionen EUR (194,2 Millionen EUR), dies entspricht einer Steigerung von 32 % gegenüber dem gleichen Quartal des Vorjahres. Die Steigerung ist auf den Swap mit der E.ON AG und die Konsolidierung der SN Power als Tochtergesellschaft zurückzuführen. Darüber hinaus wurden höhere Rückstellungen für Rentenverpflichtungen getätigt.

Das Betriebsergebnis der Unternehmensbeteiligungen des Konzerns beträgt für das Quartal 44,5 Millionen EUR (125,3 Millionen EUR). Der Rückgang ist darauf zurückzuführen, dass Ende 2008 Aktien der E.ON Sverige AB in Höhe von 44,6% gegen Aktiva in hundertprozentigem Eigentum auf dem Gebiet der Wasserkraft, Gasenergie und Fernwärme in Schweden, Deutschland und Großbritannien getauscht wurden. Darüber hinaus übernahm Statkraft 4,17% der Aktien der E.ON AG, deren Dividende erst im 2. Quartal als Einnahme verbucht wird.

Das bereinigte finanzielle Betriebsergebnis betrug -95,8 Millionen EUR (-45,5 Millionen EUR). Die Finanzierungsaufwendungen stiegen verglichen mit dem 1. Quartal des vergangenen Jahres um 49,9 Millionen EUR an. Dies ist in erster Linie auf realisierte Netto-Währungsverluste bei Darlehen zurückzuführen. In kompensierender Richtung wirkten geringere Zinskosten für Darlehen, primär infolge der niedrigeren Marktzinsen. Die Finanzeinnahmen lagen mit 13,5 Millionen EUR auf vergleichbarer Höhe wie im Vorjahr.

Die Steueraufwendungen für das Betriebsergebnis beliefen sich auf 189,8 Millionen EUR (179,8 Millionen EUR), entsprechend einem effektiven Steuersatz in Höhe von 48,7 % (35,3 %).

Wichtige Quartalsereignisse

Statkraft erwarb im März 50 % der Aktien des StatoilHydro-Projekts zum Ausbau des Offshore-Windparks Sheringham Shoal vor der Küste von Norfolk in Großbritannien. Der Windpark, der 2011 fertiggestellt wird, besteht aus 88 Anlagen mit einer installierten Gesamtleistung von 315 MW. Die voraussichtliche jährliche Produktion des Projekts beträgt 1,1 TWh bei geschätzten Investitionskosten von etwa 1,117  Milliarden EUR.

Im Februar vereinbarten Statkraft, StatoilHydro und die britischen Gesellschaften RWE npower renewables und Airtricity die Bildung eines Konsortiums, um in Großbritannien Zonen für Offshore-Windparks zu beantragen. Die britischen Behörden werden im Rahmen einer dritten Verteilungsrunde die Entwicklung von insgesamt 25.000 MW ermöglichen. Die Zuteilung der Zonen wird voraussichtlich gegen Ende 2009 erfolgen, ein eventueller Bau wird frühestens 2015 beginnen.

Am 17. März unterzeichneten Statkraft und die türkische Global Investment Holding einen Vertrag über die Übernahme von Wasserkraftprojekten in der Türkei durch Statkraft. Statkraft erhält mit dem Vertrag die Rechte an sieben Wasserkraftprojekten. Mit Fertigstellung der Anlagen wird insgesamt eine durchschnittliche Produktionskapazität von jährlich über 2 TWh entstehen. Für Statkraft ist dies das erste Engagement in der Türkei.

In Norwegen wurden im 1. Quartal zwei neue Kraftwerke in Betrieb genommen: Rødberg mit einer Produktion von 15,5 GWh und Sylsjø mit einer Produktion von 8,5 GWh.

Statkraft wurde im März zu 100 % Eigentümer des Windparks Blaengwen in Wales – nach der Übernahme der Anteile seiner Partner in Höhe von 50 % des Projekts.

Im Dezember 2008 unterzeichneten Norfund und Statkraft das Vertragswerk über die Restrukturierung der Eigentumsverhältnisse der SN Power. Statkraft erhöhte am 13. Januar durch einen Kauf von Aktien der Norfund in Kombination mit einem Private Placement der SN Power in Höhe von 223 Millionen EUR seinen Gesellschaftsanteil von 50 % auf 60 %.

In Verbindung mit den Aktivitäten der SN Power ereigneten sich im 1. Quartal insgesamt fünf Todesfälle, vier davon beim Ausbauprojekt Allain Duhangan in Indien, bei dem SN Power einen Gesellschaftsanteil in Höhe von 43 % hält. Drei der Todesfälle sind auf Verkehrsunfälle zurückzuführen, ein Todesfall ereignete sich in Verbindung mit Sicherungsarbeiten in einem der Stollen. Darüber hinaus ereignete sich ein Todesfall in einem kleineren Kraftwerk in Peru. Derzeit finden Ermittlungen statt und es werden projektinterne Untersuchungen durchgeführt. Zusätzlich erfolgt wird eine projektunabhängige Untersuchung unter der Leitung von SN Power.

1 Die Zahlen in Klammern stellen Vergleichswerte für 2008 dar.

Statkraft ist der europaweit größte Erzeuger erneuerbarer Energien. Der Konzern baut und betreibt Wasser-, Wind-, Gas- und Fernwärmekraftwerke und ist zudem ein bedeutender Akteur an den europäischen Energiehandelsbörsen. Darüber hinaus ist Statkraft in der Entwicklung weiterer innovativer Energielösungen tätig, wie z. B. Solarenergie, Gezeiten- und Osmosekraftwerke. 2008 verzeichnete Statkraft einen Umsatz in Höhe von 2,81 Milliarden EUR und ein Betriebsergebnis nach Steuern von 905 Millionen EUR. Der Konzern beschäftigt mehr als 3.200 Mitarbeiter in über 20 Ländern.