Statkraft – zweites Quartal 2009 - Ordentliche Resultate in anspruchsvollem Marktumfeld

18.08.2009 08:00 | Pressemitteilung

(Oslo, 18. August 2009) Die Umsatzerlöse des Statkraftkonzerns erhöhten sich im ersten Halbjahr um 8 Prozent. Diese Verbesserung ist in erster Linie auf die Erträge der Kraftwerke zurückzuführen, die zum Jahreswechsel von E.ON AG übernommen wurden. Die Steigerung der Einnahmen war jedoch geringer als erwartet aufgrund des starken Absinkens der deutschen Strompreise im Vergleich zum entsprechenden Zeitraum des Vorjahres. Gleichzeitig mit der geringeren deutschen Gaskraftproduktion sanken die Erträge aus der norwegischen Wasserkraft, was insgesamt zu einem schwächeren Betriebsergebnis führte.

Statkrafts EBITDA, bereinigt um nicht realisierte Wertänderungen und wesentliche Sondereffekte, beträgt für das erste Halbjahr 6.654 Millionen NOK (6.794 Millionen NOK/2009: 748 Millionen EUR; 2008: 855 Millionen EUR) , ein Rückgang um 2 % gegenüber dem entsprechenden Zeitraum im Jahre 2008. Im 2. Quartal beträgt der EBITDA 2.047 Millionen NOK (2.503 Millionen NOK/2009: 230 Millionen EUR; 2008: 315 Millionen EUR). Das Betriebsergebnis nach Steuern beträgt im 1. Halbjahr 3.293 Millionen NOK (3.218 Millionen NOK/2009: 370 Millionen EUR; 2008: 405 Millionen Euro)  und 570 Millionen NOK im 2. Quartal (-585 Millionen NOK/2009: 64 Millionen EUR; 2008: -74 Millionen EUR). Bereinigt um nicht realisierte Wertänderungen sowie wesentliche Sondereffekte beträgt das Ergebnis nach Steuern im 1. Halbjahr 3.326 Millionen NOK (4.513 Millionen NOK/2009: 374 Millionen EUR; 2008: 568 Millionen EUR) und im 2. Quartal 1.540 Millionen NOK (1.570 Millionen NOK/2009: 173 Millionen EUR; 2008: 198 Millionen EUR).

„Statkraft hat im 1. Halbjahr seine Position als europaweit größten Erzeuger erneuerbarer Energie gefestigt und die Grundlage für weiteres Wachstum gelegt. Wir haben mehrere große Verträge unter anderem über Offshore-Windenergie in Großbritannien und Wasserkraft in Südosteuropa abgeschlossen“, sagt der Vorstandsvorsitzende Bård Mikkelsen.

Der Strompreis auf dem nordeuropäischen Markt bewegte sich im 1. Halbjahr auf demselben Niveau wie im entsprechenden Zeitraum 2008, während er auf dem deutschen Markt bedeutend niedriger war. Der durchschnittliche nordeuropäische Marktpreis lag in den ersten sechs Monaten bei 36,1 EUR/MWh (36,4 EUR/MWh), und der durchschnittliche deutsche Spotpreis betrug im selben Zeitraum bei 39,9 EUR/MWh (61,0 EUR/MWh).

Der Konzern produzierte 10,2 TWh Strom im 2. Quartal (12,1 TWh), und 27,3 TWh im 1. Halbjahr (27,7 TWh). Die Wasserkraftproduktion stieg im 1. Halbjahr als Folge der Konsolidierung der SN Power als Tochtergesellschaft vom 13. Januar und der Übernahme neuer Kraftwerke in Verbindung mit dem Swap mit E.ON AG. Die norwegische Wasserkraftproduktion war jedoch niedriger aufgrund der geringeren Wassermengen Auch die Stromproduktion aus Gaskraft in Deutschland war auf Grund der reduzierten Energienachfrage infolge der Finanzkrise und den damit verbundenen niedrigeren Preisen geringer.

Die Umsatzerlöse des Konzerns betrugen im 2. Quartal 4.898 Millionen NOK (4.781 Millionen NOK/2009: 551 Millionen EUR; 2008: 602 Millionen EUR). Für das gesamte erste Halbjahr belaufen sich die Umsatzerlöse auf brutto 12.929 Millionen NOK (11.945 Millionen NOK/2009: 1.454 Millionen; 2008: 1.503 Millionen EUR), was einer Verbesserung um 8 % entspricht, die in erster Linie auf die neuen Aktiva aus dem Swap mit der E.ON AG zurückzuführen ist.

Das Betriebsergebnis im 2. Quartal beträgt 1.420 Millionen NOK (2.054 Millionen NOK/ 2009:  160 Millionen EUR; 2008: 258 Millionen EUR) und 5.363 Millionen NOK im 1. Quartal (5.892 Millionen NOK/2009: 603 Millionen EUR; 2008: 741 Millionen EUR), d.h. ein Rückgang um 31 % beziehungsweise 9 %.

Wichtige Quartalsereignisse

Statkraft und Boliden Odda haben im 2. Quartal einen umfasssenden Vertrag abgeschlossen, der am 1. Juli in Kraft trat. Ein Teil des Vertrages betrifft zwei langfristige Industriestromlieferverträge für den Zeitraum 2009-2030. Die Lieferung von etwa 20 TWh ist die größte Vereinbarung dieser Art, die seit 1998 von Statkraft getroffen wurde. Statkraft SF ist Inhaber der Kraftwerksanlagen in Tyssedal, jedoch werden die Wasserfallrechte sowie das Kraftwerk zu behördlich festgesetzten Bedingungen an AS Tyssefaldene vermietet. Statkraft hat Bolidens Aktienanteile in Höhe von 39,88 % bei Tyssefaldene vertragsgemäß übernommen und verfügt jetzt über einen Gesamtanteil von 60,17 %. Die restlichen Aktien befinden sich über das Unternehmen DNN Industrier AS im Besitz der Eramet.

Seit 1. Juni erfolgt die Stromlieferung an Ortviken Pappersbruk gemäß einer  getroffenen Vereinbarung zwischen Statkraft und dem schwedischen Papierproduzenten SCA. Der Vertrag mit SCA wurde im 3. Quartal 2007 geschlossen, hat eine Laufzeit von 10 Jahren und umfasst unter anderem eine jährliche Stromlieferung in Höhe von 500 GWh an Ortviken Pappersbruk.

Am 23. Juni übernahm Statkraft 95 % der Aktien der Yesil Enerji von dem türkischen Unternehmen Global Investment Holdings. Mit dieser Übernahme erhält Statkraft die Rechte an sechs Wasserkraftprojekten in der Türkei mit einem Produktionspotential von insgesamt cirka 2 TWh im Jahr.

Statkraft hat den Bau seiner ersten Solaranlage eingeleitet. Das Kraftwerk wird in der Region Latina, 60 Kilometer südlich von Rom in Italien gebaut und im Laufe 2009 fertiggestellt. Die installierte Leistung wird 3,3 MW betragen, und die Investitionskosten belaufen sich auf etwa 120 Millionen NOK.

Auf Grund der Ausschreibung großer Teile der französischen Wasserkraftkonzessionen in der Zeit bis 2030, wurde von Statkraft im 2. Quartal eine Niederlassung in Lyon in Frankreich eröffnet.

Hilde M. Tonne und Bertil Tiusanen wurden auf der Hauptversammlung am 30. Juni als neue Aufsichtsratsmitglieder bei Statkraft AS gewählt. Der Aufsichtsrat besteht danach aus dem Aufsichtsratsvorsitzenden Arvid Grundekjøn, der zweiten Vorsitzenden Ellen Stensrud sowie den Aufsichtsratsmitgliedern Halvor Stenstadvold, Berit Rødseth, Hilde M. Tonne, Bertil Tiusanen, Thorbjørn Holøs, Astri Botten Larsen und Odd Vanvik.

Statkraft ist der europaweit größte Erzeuger erneuerbarer Energien. Der Konzern baut und betreibt Wasser-, Wind-, Gas- und Fernwärmekraftwerke und ist zudem ein bedeutender Akteur an den europäischen Energiehandelsbörsen. Darüber hinaus ist Statkraft in der Entwicklung weiterer innovativer Energielösungen tätig, wie z. B. Solarenergie, Gezeiten- und Osmosekraftwerke. 2008 verzeichnete Statkraft einen Umsatz in Höhe von 25,1 Milliarden NOK und ein Betriebsergebnis nach Steuern von 8,1 Milliarden NOK. Der Konzern beschäftigt mehr als 3 200 Mitarbeiter in über 20 Ländern.