Statkraft legt Grundstein für zweites Gaskraftwerk in Hürth-Knapsack

30.09.2011 08:00 | Pressemitteilung

Bild der Grundsteinlegung

Asbjørn Grundt, Statkraft, Dr. Roland Fischer, Siemens AG, Marc Jan Eumann, Staatssekretär bei der Ministerin für Bundesangelegenheiten, Europa und…

Hürth-Knapsack, 30. September 2011 – Mit einer feierlichen Grundsteinlegung hat Statkraft, Europas größter Erzeuger von erneuerbaren Energien heute den Beginn der Bauarbeiten für ein zweites Gas- und Dampfturbinenkraftwerk (GuD) am Standort Hürth-Knapsack eingeläutet. An der Zeremonie nahmen neben Vertretern des Unternehmens auch Staatssekretär Jochen Homann aus dem Bundeswirtschaftsministerium und Marc Jan Eumann, Parlamentarischer Staatssekretär für Bundesangelegenheiten, Europa und Medien des Landes Nordrhein Westfalen teil.

„Die Energiewende stellt Deutschland vor besondere Herausforderungen. Windkraft und Photovoltaik allein können die Versorgungssicherheit im Land nicht gewährleisten, da großtechnische Speicher fehlen. GuD-Kraftwerke sind äußerst flexibel. Wenn Wind- und Sonnenstrom nicht ausreichen, können sie relativ schnell hochgefahren werden und Spitzenlasten ausgleichen“, erklärt Dr. Horst Kesselmeier, Head of Project Development bei Statkraft. „Am Standort Knapsack entsteht jetzt ein hochmodernes GuD-Kraftwerk, das optimal auf diese spezifischen Anforderungen reagieren kann“.

Die geplante Anlage zählt mit einer Erzeugungskapazität von etwa 430 MW und einem Wirkungsgrad von knapp 60 Prozent zu den modernsten Gas- und Dampfturbinen-kraftwerken weltweit. Nach Abschluss der Bauarbeiten 2013 wird die Anlage bis zu 500.000 Haushalte mit Strom versorgen. Statkraft betreibt in Knapsack bereits seit 2007 ein GuD Kraftwerk mit einer Gesamtleistung von 800 MW und beschäftigt rund 70 Mitarbeiter. Nach Abschluss der Bauarbeiten sollen noch einmal etwa 10 Beschäftigte hinzukommen.

Statkraft begreift den Neubau auch als Beitrag zum Erfolg der Energiewende und spricht sich für mehr Mut zum Wettbewerb auf dem deutschen Strommarkt aus. Der gegen-wärtigen Diskussion über die Notwendigkeit eines neuen Marktmodells erteilt das Unternehmen dabei eine klare Absage: „Wir müssen nicht weniger, sondern mehr Markt wagen“, fordert Dr. Jürgen Tzschoppe, Senior Vice President Continental Energy bei Statkraft: „Wir unterstützen den Umbau der deutschen Erzeugungslandschaft, aber er muss marktwirtschaftlichen Grundsätzen folgen. Das EEG ist ein Erfolgsmodell, aber dadurch wird ein ständig zunehmender Teil der Energieproduktion planwirtschaftlich gesteuert. Asbjørn Grundt, Executive Vice President Market Operations & IT bei Statkraft fügt hinzu: „Die Folgen sind Preisverzerrungen und Unsicherheit auf Seiten investitions-williger Marktteilnehmer. Durch Subventionen oder einseitig auf Neubau ausgerichtete Kapazitätsmärkte werden Investoren mit einem natürlichen Interesse an stabilen Marktregeln endgültig abgeschreckt. Gerade diese Investitionen in Erzeugung und  neue intelligente Maßnahmen werden aber dringend benötigt.“

Dr. Torsten Amelung, Senior Vice President Trading & Origination, skizziert einen möglichen Ausweg aus der regulatorischen Sackgasse: „Nicht subventionierte Kraftwerke, als Ausgleichskapazitäten für ebenfalls subventionierten Grünstrom sind die Lösung, sondern eine zügige Marktintegration der erneuerbaren Energien. Investitionen in hochmoderne Kapazitäten werden nur dann erfolgen, wenn überalterte und umweltschädliche Kraftwerke aus dem Markt ausscheiden. Voraussetzung dafür ist aber ein Strommarkt, der die tatsächliche Erzeugung abbildet. Wenn der Staat den Strompreis dauerhaft reguliert, kann der Markt keine Investitionssignale setzen.“

Über Statkraft:
Statkraft ist der europaweit größte Erzeuger erneuerbarer Energie. Der Konzern baut und betreibt Wasser-, Wind-, Gas- und Fernwärmekraftwerke und ist zudem ein bedeutender Akteur an den europäischen Energiehandelsbörsen. Der Konzern beschäftigt etwa 3.300 Mitarbeiter in über 20 Ländern.

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