Deutschlands sechstgrößter Energieerzeuger setzt weiter auf Gas-to-Power.

09.02.2011 08:00 | Pressemitteilung

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Düsseldorf/Essen, 9. Februar 2011 – Deutschlands sechstgrößter Energieerzeuger, Statkraft, hat heute auf der Essener Messe „E-world energy and water“ seine strategischen Schwerpunkte für den deutschen Markt im Jahr 2011 bekannt gegeben. Dabei wird die Energieerzeugung aus Gas weiterhin eine entscheidende Rolle spielen. Das Unternehmen wird seine Erzeugungskapazitäten in Deutschland weiter ausbauen und weitere Investitionen in bestehende Standorte vornehmen.

Am Standort Knapsack plant der Energierzeuger den Bau eines weiteren GuD-Kraftwerks mit einer Gesamtleistung von 450 MW. Der Statkraft-Vorstand hat der Investition bereits zugestimmt. Die endgültige Bauentscheidung wird aber erst im Sommer 2011 fallen. Auch in Emden plant das Unternehmen weitere Investitionen und will sein bestehendes Kraftwerk durch eine modernere Anlage ersetzen. Ein entsprechendes Genehmigungsverfahren nach Bundesimmisionsschutz- und Wasserhaushaltsgesetz wird 2011 angestoßen.

„Vollständig auf die Energieerzeugung aus fossilen Quellen zu verzichten, ist derzeit aus Gründen der Netzauslastung in Deutschland leider noch nicht möglich“, erklärt
Dr. Jürgen Tzschoppe, Geschäftsführer der Statkraft Markets GmbH. „Statkraft setzt dabei auf Erdgas, weil es der umweltfreundlichste unter den fossilen Energieträgern ist. Auch wegen der schnellen An- und Abfahrzeiten eignet sich die Gaskraft ideal als Brücken- und Komplementärtechnologie auf dem Weg in eine Energielandschaft der Zukunft, die maßgeblich von erneuerbaren Trägern bestimmt sein wird.“

Ganz im Sinne dieser Zukunftsvision plant Statkraft auch den weiteren Ausbau der Kabelkapazitäten zwischen Norwegen und dem kontinentalen Europa. Seit dem
1. Januar 2011 befindet sich die Baltic Cable Verbindung vollständig im Besitz des Unternehmens. „Der Ausbau der Kabelstrecke kann in unterschiedlichen Konstellationen erfolgen“, so Dr. Torsten Amelung, ebenfalls Geschäftsführer der Statkraft Marktes GmbH. „Statkraft kann alleine oder im Rahmen eines Konsortiums mit anderen Unternehmen vorgehen oder den Ausbau vollständig vergeben. In Norwegen stehen Speicherkapazitäten zur Verfügung, die im übrigen Europa dringend gebraucht werden, um Strommengen aus erneuerbarer Erzeugung aufzunehmen, die aus Gründen der Auslastung nicht ins Netz gespeist werden können. Norwegen hat das Zeug zur ‚Batterie Europas‘.“

Im Hinblick auf seine Handelsaktivitäten plant das Unternehmen eine Ausweitung des Strom- und Gas-Handels in Europa. Besondere Bedeutung soll dabei der Marktintegration von Strom aus Windkraftanlagen und Biomassekraftwerken zukommen. „Statkraft bringt schon heute in erheblichem Umfang erneuerbaren Strom von Dritten in den Markt“, erläutert Amelung. „Dieses Geschäft wollen wir 2011 vor allem in Deutschland, Großbritannien, Norwegen, Schweden und Rumänien weiter voran treiben. Gerade der britische Markt bietet große Potenziale.“
Im Handel mit Emissionsrechten setzt das norwegische Unternehmen weiter auf einen langfristig globalen Markt. Im Sommer 2011 soll daher eine Präsenz in Singapur entstehen. Hierzu Dr. Torsten Amelung: „Von Singapur aus wollen wir verstärkt den asiatisch-pazifischen Handelsraum erschließen, vor allem Indien, China und Südostasien.“ Auch im europäischen CO2-Markt sieht sich Statkraft als einen der wichtigsten Anbieter für Lösungen in der Post-Kyoto-Periode ab 2013.

Wirtschaftlich blickt Statkraft in Deutschland auf ein anspruchsvolles Jahr zurück. Trotz kräftiger Zuwächse bei Handelsvolumen und Umsatz fiel das Ergebnis schwächer aus als im Vorjahr. Verantwortlich zeichneten die durch das hohe Solarstromaufkommen verursachten niedrigen Strompreise sowie der geringen Stromverbrauch bei gleichzeitig zu hohen Gaspreisen. Auch die Abschreibung älterer Erzeugungskapazitäten wirkte sich negativ auf das Gesamtergebnis aus. „Das Jahr 2010 war von einer schwierigen Marktsituationen geprägt“, erläutert Dr. Carsten Poppinga, Geschäftsführer der Statkraft Marktes GmbH „Die Auslastung des Gaskraftwerksparks war bedingt durch hohe Netzeinspeisungen aus erneuerbaren Quellen geringer als üblich.“

Für den gesamten Konzern fiel das Ergebnis jedoch solide aus. Dank einer Kapitalerhöhung von ca. 1,7 Mrd. Euro durch den norwegischen Staat sieht sich Statkraft gut gerüstet für weiteres internationales Wachstum.

Über Statkraft:
Statkraft ist der europaweit größte Erzeuger erneuerbarer Energie. Der Konzern baut und betreibt Wasser-, Wind-, Gas- und Fernwärmekraftwerke und ist zudem ein bedeutender Akteur an den europäischen Energiehandelsbörsen. Der Konzern beschäftigt etwa 3.200 Mitarbeiter in über 20 Ländern.