Statkraft baut zweites Gaskraftwerk in Hürth-Knapsack

29.06.2011 08:00 | Pressemitteilung

Bild der Genehmigungsübergabe

Von links nach rechts: Jürgen Groborz (Leiter Geschäftssegment Sicherheit/Umwelt bei InfraServ Knapsack); Dr. Jürgen Tzschoppe (Geschäftsführer der…

Hürth-Knapsack, 29. Juni 2011 – Statkraft baut seine Kraftwerkskapazitäten am Standort Hürth-Knapsack weiter aus. Europas größter Erzeuger von erneuerbaren Energien hat gestern feierlich die Bau- und Betriebsgenehmigung der Bezirksregierung Köln für ein zweites Gas- und Dampfturbinenkraftwerk (GuD) in Empfang genommen.

Der Genehmigung vorausgegangen war ein Genehmigungsverfahren nach Bundesimmissionsschutz- und Wasserhaushaltsgesetz. Das Unternehmen betreibt in Knapsack bereits seit 2007 ein GuD-Kraftwerk mit einer Gesamtleistung von 800 MW und beschäftigt derzeit rund 70 Mitarbeiter am Standort.

„Wir freuen uns, dass der Neubau den vollen Rückhalt von Behörden und Bevölkerung findet“, so Dr. Horst Kesselmeier, Leiter Projektentwicklung der Statkraft Markets GmbH mit Sitz in Düsseldorf. „Der Chemiepark Knapsack bietet aufgrund seiner Infrastruktur ideale Voraussetzungen für den Ausbau unserer Erzeugungskapazitäten.“

Die geplante Anlage zählt zu den weltweit modernsten Gas- und Dampfturbinenkraftwerken mit einer Erzeugungskapazität von etwa 430 MW und einem Wirkungsgrad von knapp 60 Prozent. Nach Abschluss der Bauarbeiten 2013 könnte die Anlage bis zu 500.000 Haushalte mit Strom versorgen.

„Gas- und Dampfturbinenkraftwerke sind emissionsarm und eignen sich aufgrund ihrer Flexibilität ideal, um Schwankungen auszugleichen, die bei der Energieerzeugung aus Wind- und Solarkraft entstehen“, erläutert Dr. Jürgen Tzschoppe, Geschäftsführer der Statkraft Markets GmbH mit Sitz in Düsseldorf. „Bislang ist es aus Gründen der Netzstabilität nicht möglich, vollständig auf die Energieerzeugung aus konventionellen Quellen zu verzichten. Statkraft sieht in der Gaskraft als umweltfreundlichste unter den fossilen Quellen eine wichtige Komplementärtechnologie auf dem Weg in eine Energiezukunft, die maßgeblich von erneuerbaren Trägern bestimmt sein wird.“

Bereits Mitte Mai wurde mit vorbereitenden Gründungsarbeiten begonnen. Einem entsprechenden Antrag seitens Statkraft hatte die Bezirksregierung stattgegeben. Das Unternehmen rechnet damit, noch vor September mit den eigentlichen Bauarbeiten für das Kraftwerk zu beginnen. Die Gasversorgung des geplanten Neubaus soll durch einen Anschluss an die bestehende Hochdruckleitung „Stolberg-Porz“ der Open Grid Europe auf der Höhe von Wesseling sichergestellt werden.

Über Statkraft:
Statkraft ist der europaweit größte Erzeuger erneuerbarer Energie. Der Konzern baut und betreibt Wasser-, Wind-, Gas- und Fernwärmekraftwerke und ist zudem ein bedeutender Akteur an den europäischen Energiehandelsbörsen. Der Konzern beschäftigt etwa 3.300 Mitarbeiter in über 20 Ländern.