Statkraft AS – Ergebnisse viertes Quartal 2011: Niedrigere Preise und Wertberichtigungen

16.02.2012 08:00 | Pressemitteilung

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Im vierten Quartal 2011 erzielte Statkraft ein bereinigtes1 Betriebsergebnis vor Abschreibungen (EBITDA) in Höhe von NOK 3.028 Mio. gegenüber NOK 5.686 Mio. im gleichen Quartal des Vorjahres. Infolge nicht realisierter Wertänderungen von Stromverträgen und Wertberichtigungen von Sachanlagen betrug das Ergebnis nach Steuern NOK -673 Mio. gegenüber NOK 692 Mio. im vierten Quartal 2010.

„In einem Markt mit niedrigeren Energiepreisen in den nordischen Ländern ist das bereinigte Betriebsergebnis von Statkraft zufriedenstellend”, sagt CEO Christian Rynning-Tønnesen. „Die Wertberichtigungen von Sachanlagen führen jedoch zu einem negativen Quartalsergebnis. Wir sind jedoch weiterhin von der Zukunft der umweltfreundlichen Energien und einer langfristigen Perspektive für unsere Investitionen überzeugt.”

Feuchtes und mildes Quartal führten zu niedrigerer Nachfrage
Die Marktsituation im vierten Quartal war von hohen Niederschlagsmengen, hohen Temperaturen, einem geringen Verbrauch und einem daraus folgendem Überschuss an Energie geprägt. Dies führte zu niedrigen Strompreisen in den nordischen Ländern, die durchschnittlich um 45 Prozent niedriger waren als im vergleichbaren Vorjahreszeitraum. Der Systempreis in den nordischen Ländern lag Ende des Quartals bei 34,3 EUR/MWh (Vorjahrezeitraum: 62,0 EUR/MWh).

Statkraft reagierte auf diese Situation mit einer geringeren Energieerzeugung als im vierten Quartal 2010. Der Rückgang bei den Erlösen wurde teilweise durch neue langfristige Stromlieferverträge an die Industrie, weniger Energiekäufe, geringere Netzmieten und einen Rückgang bei den Betriebskosten abgefangen. Insgesamt ist das EBITDA im Vergleich zum vierten Quartal 2010 um 47 Prozent gesunken.

„2011 war ein Jahr mit großen Schwankungen in den Temperaturen und den verfügbaren Wassermengen”, so Rynning-Tønnesen. „Im vierten Quartal bremste Statkraft die Energieerzeugung infolge der niedrigen Preise etwas ab. Auch 2011 ist es uns gelungen, die große Flexibilität in unseren Kraftwerken optimal zu nutzen. Zum Jahresbeginn 2012 ist Statkraft gut aufgestellt.“

Die Gesamtenergieerzeugung des Konzerns lag im vierten Quartal bei 15,7 TWh (Vorjahreszeitraum: 17,9 TWh). Insgesamt wurden im abgelaufenen Jahr 51,5 TWh Energie erzeugt (2010: 57,3 TWh). Die verfügbare Wassermenge war im Laufe des Vorjahres schnell angestiegen, und am Ende des vierten Quartals lag der Wasserstand in allen Stauseen der nordischen Länder bei 112 Prozent des normalen Niveaus.

Wertberichtigungen in Deutschland und Großbritannien
Im vierten Quartal hat Statkraft den Bilanzwert von drei deutschen Gaskraftwerken und zwei Biomassekraftwerken um NOK 1.087 Mio. berichtigt, was das Jahresergebnis beeinflusst. Die geringe Energienachfrage, ein starker Anstieg der Stromerzeugung aus regenerativen Energieträgern sowie hohe Erdgaspreise haben dazu geführt, dass die Gewinnspanne für Strom aus den deutschen Gaskraftwerken gering ausfiel.

„Wir haben in der jüngsten Vergangenheit und infolge der sinkenden Rentabilität auf dem deutschen Markt eine gründliche Analyse unseres dortigen Erdgasportfolios vorgenommen“, so Rynning-Tønnesen. „Wir sind zu der Erkenntnis gekommen, dass es sich nicht lohnen würde, das alte Gaskraftwerk in Emden zu ersetzen. Indem wir das Kraftwerk in die Kaltreserve überführen und die Zahl der Beschäftigten an diesem Standort verringern, während wir gleichzeitig den Bau von Knapsack II abschließen, bekommt Statkraft, was die Gaskraft betrifft, ein wettbewerbsfähigeres Portfolio in Deutschland.“

Der 50 Prozent-Anteil am Offshore-Windpark Sheringham Shoal wird in der Bilanz um NOK 338 Mio. berichtigt. Der Grund dafür sind vor allem Verspätungen und die damit verbundenen höheren Kosten im Ausbauprojekt.

Das Jahr 2011 wurde mit einem bereinigten EBITDA in Höhe von NOK 10.851 Mio. (2010:  NOK 15.161 Mio.) abgeschlossen. Das Ergebnis nach Steuern endete bei NOK 40 Mio. im Vergleich zu NOK 7.451 Mio. in 2010. Dies ist das Ergebnis von niedrigeren Strompreisen und geringerer Energieerzeugung als 2010 sowie Wertberichtigungen von Sachanlagen, Energieverträgen und der E.ON-Aktien.

Statkraft ist der europaweit größte Produzent erneuerbarer Energien. Der Konzern baut und betreibt Wasser-, Wind-, Gas- und Fernwärmekraftwerke und ist zudem ein bedeutender Akteur an den europäischen Energiehandelsbörsen. Der Konzern beschäftigt 3.300 Mitarbeiter in mehr als 20 Ländern.

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