Marktprämienmodell leistet wichtigen Beitrag zur Netzstabilität

11.05.2012 08:00 | Pressemitteilung

Düsseldorf, 11. Mai 2012. Statkraft zieht erste Quartalsbilanz aus der Direktvermarktung erneuerbarer Energien: Im ersten Quartal 2012 konnte das Unternehmen seine Prognosegüte im Bereich Windkraft verdoppeln. Kritikern des Marktprämienmodells widerspricht der Marktführer in der Direktvermarktung.

„Das Marktprämienmodell setzt die richtigen Anreize für eine schnelle und kontinuierliche Verbesserung der Windkraftprognosen”, erklärt Stefan-Jörg Göbel, Geschäftsführer von Statkraft in Deutschland.

„Fehlerhafte Prognosen führen in diesem Modell zu erheblichen Kosten für Ausgleichsenergie. Die Investition in immer bessere Prognoseverfahren liegt also im Eigeninteresse von Vermarktern wie uns.“ Präzise Vorhersagen sind wichtig, um die Balance von Stromverbrauch und -einspeisung zu jedem Zeitpunkt zu gewährleisten. Die Integration der Windkraftanlagen in den deutschen Kraftwerkspark von Statkraft reduziert zudem den Bedarf an Ausgleichsenergie.

Statkraft setzt neben Echtzeitmessungen, einer detaillierten Kalibrierung der Prognosemodelle mit allen verfügbaren historischen Daten und einer genauen Modellierung des Anlagenportfolios, auch Wartungspläne von Dienstleistern und Anlagenbetreibern für die Vorhersagen ein – so wie es auch bei thermischen Kraftwerken üblich ist.

Weitere Verbesserungen in 2012
Zur weiteren Verbesserung der Produktionsprognosen wird Statkraft in seinen Modellen noch in diesem Jahr kurzfristige, unvorhergesehene Anlagenausfälle und das Einspeisemanagement durch Verteilnetzbetreiber berücksichtigen. Aber das Unternehmen geht noch weiter: „Unser Ziel ist die aktive Steuerung von Windenergieanlagen“, erklärt Göbel. Wie bei thermischen Kraftwerken, ließe sich die Produktion der Anlagen dann drosseln und der Netzlast anpassen. Göbel: „Damit gelänge ein weiterer großer Schritt zur Transformation des Energiesystems.“

Über Statkraft:
Statkraft ist der europaweit größte Erzeuger erneuerbarer Energie. Der Konzern baut und betreibt Wasser-, Wind-, Gas- und Fernwärmekraftwerke und ist zudem ein bedeutender Akteur an den europäischen Energiehandelsbörsen. Der Konzern beschäftigt etwa 3.400 Mitarbeiter in über 20 Ländern.