Statkraft setzt auf die wettbewerbliche Vermarktung erneuerbarer Energie

08.02.2012 08:00 | Pressemitteilung

Bild eines Wasserfalls

Düsseldorf/Essen, 8. Februar 2012 – Statkraft sieht im Marktprämienmodell den richtigen ersten Schritt, die Stromerzeugung aus erneuerbaren Energiequellen in den regulären Strommarkt zu integrieren. Gelingt es nicht, die Erzeugung von erneuerbarem Strom mittelfristig nach marktwirtschaftlichen Gesichtspunkten zu steuern, werden die Kosten der Energiewende nicht mehr kontrollierbar sein. Das hat das Unternehmen heute auf der Essener Messe „E-world energy and water“ bekannt gegeben.

Gute Erfahrungen hat Statkraft mit dem am 1. Januar in Kraft getretenen Marktprämienmodell gemacht: „Schon jetzt werden insgesamt über 15.000 MW an erneuerbarer Energie direkt vermarktet, das zeigt, dass das Instrument funktioniert und vom Markt angenommen wird“, sagt Stefan-Jörg Göbel, Head of Trading & Origination bei Statkraft. „Damit haben endlich auch EEG-Anlagen einen Anreiz, bedarfsgerecht zu produzieren. Langfristig wird die deutsche Volkswirtschaft mit diesem Modell viele 100 Millionen Euro sparen, z. B. über die Vermeidung absurder negativer Börsenpreise.“ Seit 2012 stellt das Marktprämienmodell die erste universelle Alternative zum Vermarktungs-monopol der Übertragungsnetzbetreiber für EEG-Strom dar. Statkraft ist bereits seit 2009 in anderen Formen der Direktvermarktung tätig und hat mittlerweile deutschlandweit mehrere tausend Megawatt an Wind-, Biomasse-, Solar- und Wasserkraft-Anlagen unter Vertrag.

Der Debatte über eine fundamentale Änderung anderer Marktregeln in Deutschland wird dagegen kritisch gesehen: „Statkraft tritt grundsätzlich für einen subventionsfreien und liberalisierten europäischen Energiemarkt ein“, so Tzschoppe. „Es gibt derzeit in Europa keinen Mangel an Erzeugungskapazität. Deshalb stellen die mangelnden Anreize für erhebliche zusätzliche Kraftwerksinvestitionen auch keinen Beweis für Marktversagen dar, wie allenthalben interpretiert, sondern spiegeln schlicht die gegenwärtige Marktlage wider. Falls die Schaffung von Überkapazitäten politisch gewollt sein sollte, so muss sichergestellt sein, dass die Instrumente hierfür, wie z. B. Kapazitätsmärkte diskriminierungsfrei und auf europäischer Ebene funktionieren. Das heißt, auch bestehende Kapazitäten müssen mit einbezogen werden. Andernfalls droht die Schließung bestehender Anlagen zugunsten subventionierter neuer. Das ist volkswirtschaftlich ineffizient.“

Über Statkraft:
Statkraft ist der europaweit größte Erzeuger erneuerbarer Energie. Der Konzern baut und betreibt Wasser-, Wind-, Gas- und Fernwärmekraftwerke und ist zudem ein bedeutender Akteur an den europäischen Energiehandelsbörsen. Der Konzern beschäftigt etwa 3.300 Mitarbeiter in über 20 Ländern.

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