Statkraft startet mit starkem Portfolio in die zweite Phase der Direktvermarktung

06.02.2013 08:00 | Pressemitteilung

Computergrafik eines Messestands

Statkraft auf der E-world 2013, Halle 3, Stand 3-312

Düsseldorf/Essen, 6. Februar 2013 – Ein Jahr nach Einführung des Marktprämienmodells zieht Statkraft auf der Essener Messe „E-world energy and water“ positive Bilanz. Mit einem Portfolio von rund 8.000 MW ist das Unternehmen deutschlandweit Marktführer bei der Direktvermarktung erneuerbarer Energien. Den mit Abstand größten Anteil stellt die Windenergie, aber auch Wasser, Biomasse und Solarenergie spielen eine Rolle.

„Das vergangene Jahr hat gezeigt, dass das Marktprämienmodell den Erwartungen, die daran gestellt wurden, voll gerecht wird: Erneuerbare Energien können bei einer effizienten Vermarktung einen wertvollen Beitrag zu einer sichereren und effizienteren Stromversorgung leisten“, sagt Stefan-Jörg Göbel, Geschäftsführer der Statkraft Markets GmbH mit Sitz in Düsseldorf. „Den ersten Beweis haben wir Ende letzten Jahres bereits geliefert.“

Durch die bedarfsgerechte Regelung von 40 Windparks hatte Statkraft die deutschen Stromkunden im Dezember 2012 gemeinsam mit seinen Vertragspartnern um rund 11 Millionen Euro entlasten können. Zwischen dem 24. und dem 31. Dezember war es an der Strombörse wiederholt zu negativen Strompreisen von bis zu minus 220 EUR/MWh gekommen. Statkraft hatte die Erzeugung in 18 Stunden um bis zu 300 MW reduziert und so ein weiteres Absinken der Preise verhindert.

Das Unternehmen schließt die dezentralen erneuerbaren Erzeugungseinheiten all seiner Vermarktungspartner derzeit zu einem virtuellen Kraftwerk zusammen. Neben Windenergie ist auch die Integration weiterer Erzeugungsarten in das virtuelle Kraftwerk geplant. Gemeinsam mit seinen Partnern entwickelt Statkraft derzeit technische Lösungen für die Fernsteuerbarkeit von Solaranlagen. Die flächendeckende Einführung der von Statkraft vermarkteten PV-Kapazitäten ist in 2013 geplant.

Gas-to-Power: Marktlage unverändert anspruchsvoll
Gas-to-Power bleibt ein wichtiger Teil des Erzeugungsportfolios von Statkraft. Der Bau des hochmodernen Gas- und Dampfturbinenkraftwerk (GuD) Knapsack II steht kurz vor dem Abschluss: „Wir werde die Anlage im zweiten Quartal dieses Jahres in Betrieb nehmen“, sagt Dr. Jürgen Tzschoppe, Geschäftsführer der Statkraft Markets GmbH. „Bei einem im Hinblick auf Sicherheit, Budget und Zeitplan so erfolgreichen Projekt, schmerzt es natürlich, dass die wirtschaftlichen Perspektiven derzeit völlig ungewiss sind.“

Statkraft ist unverändert der Überzeugung, dass Gas-to-Power die effizienteste und umweltfreundlichste Technik zur Absicherung erneuerbarer Erzeugung darstellt. „Aber wir befinden uns derzeit in einem Dilemma. Der politische Wunsch nach einem hohen Maß an Versorgungssicherheit steht dem Bestreben nach Kostensenkung entgegen“, so Tzschoppe. Statkraft unterstützt die Einführung eines marktweiten Kapazitätsmechanismus in Deutschland als integralen Bestandteil der Energiewende. Auch wenn solch ein „Sicherheitsnetz“ einen Preis hat, würde eine Kapazitätsvergütung von 15 Euro/kW/Jahr in Deutschland weniger als zehn Prozent der EEG Kosten ausmachen.

„Kapazitätsmechanismen, die ausschließlich neue Kapazitäten fördern, müssen endlich vom Tisch“, betont Tzschoppe. Als einfaches Übergangsmodell könnte eine simple Pauschalvergütung dienen. Auktions- oder Obligationsmodelle, wie etwa in Großbritannien oder Frankreich in Vorbereitung, wären eine langfristige Lösung. Versorgungssicherheits-verträge gefährden dagegen bestehende Terminmärkte. Das System sollte für nachfrageseitige Maßnahmen und Interkonnektoren offen sein. Die Verbindung zu bestehenden Wasserkraftreservoirs könnte die kostengünstigste Lösung sein, um die Flexibilität im deutschen System sicher zu stellen.

Über Statkraft:
Statkraft ist der europaweit größte Erzeuger erneuerbarer Energie. Der Konzern baut und betreibt Wasser-, Wind-, Gas- und Fernwärmekraftwerke und ist zudem ein bedeutender Akteur an den europäischen Energiehandelsbörsen. Der Konzern beschäftigt etwa 3.400 Mitarbeiter in über 20 Ländern.

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