Statkraft entlastet Stromkunden um 11 Millionen Euro

14.01.2013 08:00 | Pressemitteilung

Grafik eines virtuellen Kraftwerks

Düsseldorf, den 9. Januar 2013 – Durch die bedarfsgerechte Regelung von 40 durch Statkraft vermarktete Windparks sind die deutschen Stromkunden zwischen Weihnachten und Neujahr um rund 11 Millionen Euro entlastet worden.

Zwischen dem 24. und dem 31. Dezember ist es an der Strombörse wiederholt zu negativen Strompreisen von bis zu minus 220 EUR/MWh gekommen. Statkraft hat gemeinsam mit seinen Vertragspartnern in der Direktvermarktung die Erzeugung in 18 Stunden um bis zu 300 MW reduziert, um ein weiteres Absinken der Preise zu verhindern. Die EEG Umlage konnte so um rund 11 Millionen Euro entlastet werden.

Erhöhte Systemstabilität und eine weitere Kostenersparnis sind durch die zusätzliche Abregelung von bis zu weiteren 300 MW am Intraday-Markt erzielt worden. Die Höhe der Ersparnisse für die Intraday-Regelung lässt sich aber derzeit noch nicht ermitteln: „Eingriffe am Intraday Markt dienen dem akuten Ausgleich von Angebot und Nachfrage im Netz im Rahmen der Bereitstellung von Regelenergie. Die genauen finanziellen Effekte lassen sich – wenn überhaupt – erst Monate später berechnen“, erklärt Stefan-Jörg Göbel, Geschäftsführer der Statkraft Markets GmbH mit Sitz in Düsseldorf.

„Diese erste erfolgreiche Abregelung zeigt, dass die erneuerbaren Energien in der Lage sind, Systemverantwortung zu übernehmen und marktgerecht zu produzieren, wenn sie über das Marktprämienmodell effizient vermarktet werden“, so Göbel. „Mit der Reduktion negativer Strompreise leistet das Marktprämienmodell einen wichtigen Beitrag zum Gelingen der Energiewende. Unser besonderer Dank gilt unseren Vertragspartnern, für die jede Abregelung auch eine unternehmerische Entscheidung ist.“

Negative Strompreise treten auf, wenn hohe Energieeinspeisungen auf eine schwache Nachfrage am Strommarkt treffen. Zusätzlich zu den üblichen Einspeisevergütungen nach EEG trägt die Allgemeinheit in diesem Fall auch die Kosten für die Vernichtung des überschüssigen Stroms.

Statkraft ist Europas größter Erzeuger erneuerbarer Energien und zugleich Deutschlands größter Direktvermarkter erneuerbarer Energie nach dem Marktprämienmodell. Dabei vermarktet das Unternehmen die in den Anlagen unabhängiger Vertragspartner erzeugte Energie möglichst effizient am Strommarkt. Ziel des Modells ist eine bedarfsgerechte Erzeugung erneuerbarer Energien.

Das Unternehmen schließt die dezentralen erneuerbaren Erzeugungseinheiten all seiner Vermarktungspartner derzeit zu einem virtuellen Kraftwerk zusammen. Dank digitaler Steuerungstechnik kann die Erzeugung der Anlagen in Sekundenschnelle und stufenlos geregelt und so an die Stromnachfrage angepasst werden.

Aktuell kann Statkraft rund 700 MW aus Windenergie in 35 Windparks in ganz Deutschland regeln. Doch das virtuelle Kraftwerk wächst schnell: Monatlich kommen rund 150 MW aus neu angeschlossenen Anlagen hinzu. Bis zum Ende des ersten Quartals rechnet Statkraft mit einer regelbaren Kapazität von rund 1.500 MW. Das entspricht ungefähr der Leistung eines Kernkraftwerks.

Über Statkraft:
Statkraft ist der europaweit größte Erzeuger erneuerbarer Energie. Der Konzern baut und betreibt Wasser-, Wind-, Gas- und Fernwärmekraftwerke und ist zudem ein bedeutender Akteur an den europäischen Energiehandelsbörsen. Der Konzern beschäftigt etwa 3.400 Mitarbeiter in über 20 Ländern.