Statkraft weiter Marktführer in der Direktvermarktung

10.01.2014 08:00 | Pressemitteilung

Grafik eines virtuellen Kraftwerks

Virtuelles Kraftwerk

Düsseldorf, 10. Januar 2014 – Statkraft wird 2014 ein Portfolio von rund 8.500 MW direkt vermarkten. Damit ist das Unternehmen auch im dritten Jahr seit dem Start des Marktprämienmodells führender Direktvermarkter in Deutschland. Statkraft ist zuversichtlich, dem aufgrund der gesunkenen Managementprämie steigenden Kostendruck mit weiterem Wachstum und innovativem Zusatzgeschäft begegnen zu können.

„Wir sehen einen leichten Rückgang gegenüber Dezember 2013, als unser Portfolio erstmals die Marke von 9.000 MW überschritten hatte“, sagt Janosch Abegg, Head of Market Access and Integration of Renewables bei Statkraft Markets GmbH. „Wir sind aber zuversichtlich, den Rückgang im Laufe des Jahres durch entsprechendes Wachstum wieder auszugleichen. Wir konzentrieren uns auf die Chancen, die sich 2014 etwa in der Regelleistungsvermarktung den Erneuerbaren bieten. Die Grundlage hierfür muss teilweise noch vom Regulator geschaffen werden“, führt Abegg weiter aus.

Mehr als 36 Gigawatt Strom aus erneuerbaren Energien werden deutschlandweit direkt über die Strombörsen – also nicht über die Netzbetreiber – vermarktet. Davon entfallen 23 Prozent auf das Portfolio von Statkraft. Windkraft allein macht mit 7.800 MW den Löwenanteil aus. 4.478 MW Windkraft- und Solaranlagen steuert Statkraft bereits zentral über sein virtuelles Kraftwerk. „Wir können mit der Einbindung weiterer Partner in das virtuelle Kraftwerk noch ein großes energiewirtschaftliches Potenzial heben“, so Abegg. So eignet sich auch die Einbindung der Verbraucherseite zur Optimierung der Ausgleichsenergiekosten.

Weil die Managementprämie für Wind und Solar 2014 auf 4,50 €/MWh und 2015 noch einmal auf 3,00 €/MWh sinkt, stehen die Vermarkter unter einem starken Kostendruck. „Auch die verpflichtende Direktvermarktung für Neuanlagen wird den Wettbewerb verschärfen“, ist sich Stefan-Jörg Göbel, Geschäftsführer von Statkraft in Deutschland, sicher. Er begrüßt dennoch die erklärte Absicht der Bundesregierung, ab 2015 schrittweise Neuanlagen verbindlich in die Direktvermarktung zu bringen. „Für den weiteren Ausbau der Erneuerbaren ist entscheidend, dass die Erzeugung aus diesen Anlagen optimal prognostiziert und eingesetzt wird. Hier haben wir in den vergangenen zwei Jahren deutliche Verbesserungen erlebt. Diese Innovationskraft muss auf Anlagen ausgeweitet werden, die heute typischerweise noch nicht direkt vermarktet werden, zum Beispiel kleinere Solaranlagen.“

Diese Entwicklung kann einerseits zu einer Konsolidierung der Vermarkter-Landschaft führen, parallel aber auch zu einer Spezialisierung der Unternehmen, meint Göbel. „Die Herausforderungen sind so vielfältig, dass sie nicht nur von einer Handvoll Akteuren bewältigt werden können. Wir wollen beispielsweise die aktuell 30 Mitarbeiter, die in der Direktvermarktung tätig sind, um einen zweiten Meteorologen ergänzen. Damit investieren wir gezielt in unsere Kompetenz im Großhandel.

Über Statkraft
Statkraft ist der europaweit größte Erzeuger erneuerbarer Energien. Der Konzern baut und betreibt Wasser-, Wind-, Gas- und Fernwärmekraftwerke und ist zudem ein bedeutender Akteur an den europäischen Energiehandelsbörsen. Der Konzern beschäftigt etwa 3.600 Mitarbeiter in über 20 Ländern.