Statkraft zahlt für die Kapazitätssicherung drauf

12.02.2014 08:00 | Pressemitteilung

Cumputergrafik eines Messestandes

Düsseldorf/Essen. 12. Februar 2014 - Die Stromproduktion der Gaskraftwerke nimmt weiterhin dramatisch ab. 2013 ist die Stromerzeugung der Statkraft-Gasanlagen in Deutschland im Vergleich zum Vorjahr um die Hälfte auf eine Terawattstunde eingebrochen. Das Unternehmen spricht sich für Kapazitätszahlungen aus, um die Kraftwerke betriebsbereit zu halten.

„Momentan tragen allein die Kraftwerksbetreiber die Kosten für die Vorhaltung der Kraftwerke. Gaskraftwerke sind aber bereits jetzt nötig, um die Versorgungssicherheit zu gewährleisten. Wir halten sie betriebsbereit und speisen bei Bedarf in das System ein. Wir sind aber weit davon entfernt, auch nur die reinen Betriebskosten zu decken. Für Deutschland stellt sich die Frage, wie die Stilllegung bereits bestehender, hocheffizienter Anlagen verhindert werden kann“, sagt Dr. Jürgen Tzschoppe, Geschäftsführer Statkraft Markets GmbH, auf der „E-World energy & water“ in Essen.

„Aus volkswirtschaftlicher Sicht ist es irrational, moderne Gaskraftwerke mit einem Effizienzfaktor von nahezu 60 Prozent stillzulegen, während wahrscheinlich in fünf Jahren, wenn die Stromnachfrage anzieht, wieder neue Anlagen gebaut werden müssen“, so Tzschoppe.

Nötig ist ein neues Marktdesign, das nicht nur die Energieproduktion, sondern auch die Vorhaltung der Kapazität honoriert. Diese Option sollte Teil der aktuellen politischen Diskussion um die Reform des Erneuerbare-Energien-Gesetz sein und nicht auf die lange Bank geschoben werden.

Verpflichtende Direktvermarktung auch für kleine Anlagen

Statkraft begrüßt die Pläne der deutschen Bundesregierung zu Direktvermarktung.  Unabhängig von ihrer Größe sollten nach Meinung des Unternehmens neue Erneuerbaren-Anlagen über den Weg der Direktvermarktung in den Markt integriert werden und so Marktverantwortung übernehmen.
„Erneuerbaren-Anlagen jeder Größe sollten in die verpflichtende Direktvermarktung genommen werden. Mittlerweile gibt es Millionen kleiner Photovoltaik-Anlagen, die ein wichtiger Faktor für die Energieversorgung sind. Sie können ebenfalls ihren Teil an Marktverantwortung übernehmen“, sagt Stefan-Jörg Göbel, Geschäftsführer Statkraft Markets GmbH in Düsseldorf.
Mehr als 36 Gigawatt Strom aus erneuerbaren Energien werden direkt über die Strombörsen vermarktet. Das Statkraft-Portfolio von rund 8.500 Megawatt macht davon 23 Prozent aus. Auf die Windkraft entfällt mit 7.800 MW der Löwenanteil im Unternehmensportfolio. Zudem werden über 4.800 MW Windkraft- und Solaranlagen zentral über das virtuelle Kraftwerk des Marktführers gesteuert.

Über Statkraft:
Statkraft ist der europaweit größte Erzeuger erneuerbarer Energie. Der Konzern baut und betreibt Wasser-, Wind-, Gas- und Fernwärmekraftwerke und ist zudem ein bedeutender Akteur an den europäischen Energiehandelsbörsen. Der Konzern beschäftigt etwa 3.600 Mitarbeiter in über 20 Ländern.

Downloads

Title Größe Typ
Press information E-world 2014 0,2MB .PDF