Statkraft stärkt Lachspopulation in Weser und Aller

07.12.2015 10:48 | Pressemitteilung

Vertreter von Statkraft, der Fischerei-Pachtgemeinschaft Weser IV und Dr. Gero Hock, MdL Niedersachsen, nach der nächtlichen Smolt-Einsatz-Aktion

Vertreter von Statkraft, der Fischerei-Pachtgemeinschaft Weser IV und Dr. Gero Hock, MdL Niedersachsen, nach der nächtlichen Smolt-Einsatz-Aktion.

Dörverden, 7. Dezember 2015 – Statkraft hat als Teil eines Langzeit-Feldversuchs 30.000 Junglachse in die Weser eingesetzt. Außerdem verbucht das Unternehmen dank der Fischerei-Pachtgemeinschaft Weser IV einen Erfolg bei der Erweiterung der Fischschutzzone unterhalb des Laufwasserkraftwerks Langwedel. Ziel beider Initiativen ist es, den Fischbestand in Weser und Aller dauerhaft aufzustocken.

30.000 Junglachse, sogenannte Smolts, ließ Maik Thalmann, Leiter der Energieerzeugung in Deutschland von Statkraft, mit Unterstützung der Fischerei-Pachtgemeinschaft Weser IV in die Weser einsetzen. Berufsfischer Kurt Janke stellte wie schon im Jahr zuvor einen von ihm bewirtschafteten Gewässerabschnitt zum Aussetzen der Junglachse zur Verfügung. Die Tiere stammen aus einer unternehmenseigenen Lachsaufzuchtstation in Schweden und gehören zur Stammart der Weser. 

Mit dem Einsatz von Smolts in die Mittelweser hat Statkraft 2014 einen drei Jahre andauernden Langzeit-Feldversuch angestoßen, um die Lachspopulationen dauerhaft zu vergrößern. „Wir hoffen, dass die bisher insgesamt 50.000 eingesetzten Smolts in zwei bis drei Jahren zumindest teilweise zurückkehren und die Population Schritt für Schritt wächst“, sagt Dr. Sonja Stendera, Biologin bei Statkraft. Die tatsächliche Rückkehrquote soll nach dem Neubau der Fischaufstiegsanlage in Dörverden festgestellt werden können.

Zwischenziel erreicht

Maik Thalmann und die Verantwortlichen der Fischerei-Pachtgemeinschaft Weser IV, vertreten durch den 1. Sprecher Uwe Roll und Dr. Gero Hocker, Sprecher für Energie, Umwelt- und Klimaschutz der FDP-Landtagsfraktion Niedersachsen, haben sich darauf verständigt, die Fischschutzzonen hinter dem Laufwasserkraftwerk Langwedel zu erweitern, damit sich die Lachspopulationen möglichst geschützt aufbauen können. „In den Bereichen unterhalb der Laufwasserkraftwerke befinden sich die Hauptansammlungsgebiete der Lachse“, erklärt Thalmann. Mit Uwe Roll ist er sich einig, dass die vergrößerten Schutzzonen, die Chancen für den Erhalt des Fischbestandes in Weser und Aller erhöhen.

Betriebsmanagement

Bereits 2011 hat Statkraft ein Betriebsmanagement in den Laufwasserkraftwerken des Unternehmens eingeführt, dass eine bestmögliche Abwanderung von Blankaalen ermöglicht. 2013, 2014 und 2015 hat Statkraft zudem über 550.000 Satz- und Glasaale in die Weser eingesetzt. „Die jetzige Maßnahme, die Lachsbestände in Weser und Aller wieder aufzustocken, ist eine logische Ergänzung in der Strategie des Unternehmens, die Populationen der migrierenden Fischarten zu erhöhen“, erklärt Thalmann.


Über Lachs:
Lachse gehören zur natürlichen Population in Weser und Aller. Die Fischart war Anfang des 20. Jahrhunderts beinahe ausgestorben und wird erst seit den neunziger Jahre wieder angesiedelt. Fänge der letzten Jahre in Langwedel und Dörverden zeigen, dass sich der Bestand dieser Fischart langsam erholt. Smolts sind Junglachse, die die sogenannte Smoltifikation durchlaufen haben und damit physiologisch bereit sind, den Wechsel und damit die Wanderung von ihrem Heimatfluss in den salzigen Atlantik zu beginnen.

Über Statkraft:
Statkraft ist international führend in Wasserkraft und Europas größter Erzeuger erneuerbarer Energie. Der Konzern erzeugt Strom aus Wasser, Wind, Gas und produziert Fernwärme und ist ein bedeutender Akteur im Energiehandel. Statkraft beschäftigt 4.200 Mitarbeiter in über 20 Ländern.