Statkraft

US-Energieminister besichtigt Kraftwerke

Olje- og energiminister, Terje Riis-Johansen og USAs energiminister Steven Chu fikk lørdag omvisning på Ulla-Førre anlegget, Norges største kraftstasjon. Foto: Stian Lysberg Solum / Scanpix

Der Öl- und Energieminister Terje Riis-Johansen begleitete seinen amerikanische Kollegen Steven Chu zu einer Besichtigung zweier Kraftwerke von Statkraft. Foto: Stian Lysberg Solum / Scanpix

Dem Minister, der die Erzeugung von Wasserkraft in den USA verdoppeln möchte, wurde eine Lehrstunde in alternativer Energieerzeugung gegeben, als er die Turbinen von Statkraft besichtigte. "Ich bin sehr beeindruckt von Norwegen. Das war eine sehr lehrreiche Reise. Die US-Strategie zu erneuerbarer Energie geht weit über Windkraft hinaus. Energie muss gespeichert werden können - und Wasserkraft scheint die beste Methode hierfür zu sein," schließt Steven Chu.

Umfassenden Einführung

Steven Chu und sein Gefolge sind per Hubschrauber über die wunderschöne Landschaft Ryfylkes geflogen und konnte Norwegens größten Wasserspeicher Blåsjø sehen. Dieser Wasserspeicher speist das Ziel der Reise, das Kraftwerk Ulla-Førre. Der Werkleiter Bjørn Sandvik begrüßte den Minister und zeigte ihm Norwegens größtes Pumpspeicherkraftwerk in Saurdal wie auch das Kraftwerk Kvilldal.

Der Besuch wurde organisiert, da Chu bei einem früheren Besuch anmerkte, dass er mehr über den Einsatz von Wasserkraft in Verbindung mit anderen erneuerbaren Energiequellen lernen wolle. Das Pumpspeicherkraftwerk von Statkraft repräsentiere genau die Technologie, die den amerikanischen Plänen am nächsten kämen. "Das ist eine sehr interessante Technologie, die zukünftig möglicherweise eine wichtige Rolle spielen wird," erläutert Chu der Presse aus. 

Ein wichtiger Besuch

Der norwegische Öl und Energieminister, Terje Riis-Johansen, begleitete die Tour. Er war sehr erfreut, die norwegische Technologie im Kraftwerk in Ryfylke und das Kohlenstoff-Abscheidungs- und Speicherungs-Projekt in Mongstad vorstellen zu können.

"Der Besuch des amerikanischen Ministers ist sehr wichtig für Norwegen und die norwegische Energiepolitik," sagt Riis-Johansen. "Die USA sind ein zentraler Partner bei Klima- und Energiefragen. Es ist wichtig für uns, dass der amerikanische Energieminister sich Zeit dafür nimmt, mehr über CO2-Abscheidungs- und Speicherungs-Projekte und Wasserkraft zu erfahren.

Riesiges Potential in Amerika

Steven Chu hat gute Gründe Statkrafts moderne Wasserkraftwerke zu besichtigen. Die USA haben ein riesiges, bisher ungenutztes Potential für die Erzeugung von Wasserkraft. Gemäß dem amerikanischen Energieministerium könnten 70 Gigawatt Strom produziert werden. Das entspricht der Kapazität von 70 Kernkraftwerken oder 100 Kohlekraftwerken.

Entscheiden sich die USA für eine umfassende Entwicklung von Wasserkraftwerken, so wird dies weitreichende Folgen haben. Das Land hat einen Anteil von etwa 20% am weltweiten Stromverbrauch. 86% davon werden mit Hilfe von Öl, Kohle und Gas erzeugt.

"Wir möchten auf erneuerbare Energie umsatteln, vornehmlich Solarenergie," sagt Minister Chu. "Aber die Technologie, um Solarenergie zu erzeugen, ist bei uns noch nicht soweit. Darum ist Wasserkraft so wichtig."

Von Hanna Maria van Zijp Nilsen