„Diese Planung ermöglicht uns, dass der Kraftwerkbetrieb mit einer Wehrwalze weiterlaufen kann“, so Edgar Hankel, Betriebsstellenleiter Werrawerk bei Statkraft.
Das Laufwasserkraftwerk Werrawerk bei Hann. Münden, früher „Letzter Heller“ genannt, wurde zwischen 1921 und 1924 von der damaligen PreussenElektra zur Stromerzeugung gebaut. Zur damaligen Bauzeit wurde das Kraftwerk – dem Stand der Technik entsprechend – mit kettengetriebenen Wehrwalzen ausgestattet. „Nach fast 90 Jahren Einsatz im salzigen Werrawasser weisen die Wehrwalzen und ihre Antriebsteile heute derart starke Korrosions- und Materialschäden auf, dass eine Renovierung und Erneuerung unumgänglich ist“, erläutert Edgar Hankel.
Wehrwalzen werden aufgrund ihres aufwendigen Konstruktionsprinzips seit Jahrzehnten nicht mehr gebaut. Auch für Nachbauten von Wehrwalzen mit Aufsatzklappen und mit einer Stauhöhe von über fünf Metern fehlt der Branche heute das nötige Know-how. „Aus diesen Gründen entschieden wir uns, die vorhanden historischen Wehrwalzen auf den neuesten Stand der Technik zu bringen und diese durch hydraulisch angetriebene Drucksegmente zu ersetzen“, sagt Edgar Hankel.
Im Zuge dieser Baumaßnahmen wird auch der korrodierte und kriegsbedingt vorge-schädigte Wehrsteg erneuert. Gleichzeitig werden praktische Revisionsmöglichkeiten für die Zukunft geschaffen und alle eventuell anfallenden baulichen Sanierungen am Wehrbauwerk während der gesamten Bauzeit durchgeführt. „Die Ansicht des gesamten Bauwerks bleibt dabei weitgehend unverändert“, freut sich Edgar Hankel. „So bleibt der optische Gesamtandruck des historischen Laufwasserkraftwerks erhalten.“
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