(Oslo, 20. Mai 2010) Das bereinigte Betriebsergebnis von Statkraft betrug im ersten Quartal 2010 709,4 Millionen Euro gegenüber 440,6 Millionen Euro im Vorjahreszeitraum, während das bereinigte Ergebnis vor Steuern 694,1 Millionen Euro (389,4 Millionen Euro ) betrug. Der Grund für dieses Ergebnis ist die im Vergleich zum Vorjahreszeitraum höhere Nachfrage nach elektrischer Energie und den daraus resultierenden höheren Preisen in Nordeuropa. Die Wasserstände unter Normalniveau in den Stauseen deuten allerdings auf eine niedrigere Stromerzeugung in der nächsten Zukunft hin.
„Das Ergebnis zeigt, dass Statkraft es schafft, sich den Schwankungen des Energiemarktes anzupassen“, so Konzernchef Christian Rynning-Tønnesen. „2009 erzeugten wir infolge der schlechten Konjunktur in der energieintensiven Industrie relativ wenig Strom. Von Dezember 2009 bis Februar dieses Jahres erzeugten wir allerdings deutlich mehr Strom als normal. Der Grund dafür waren das kalte Wetter und die daraus resultierende hohe Nachfrage und hohe Energiepreise.“
„Die hohe Stromerzeugung und das trockene Wetter im Winter haben jedoch zu Wasserständen unter Normalniveau in den Stauseen geführt“, erläutert der Statkraft-Konzernchef. „Daher werden wir in der nächsten Zeit den Wasserverbrauch drosseln , was kurzfristig eine niedrigere Stromerzeugung zur Folge hat.“
Im ersten Quartal 2010 erzeugte Statkraft 18,4 TWh Strom (17,1 TWh). Der Anteil der Energieerzeugung aus Gaskraftwerken ist gestiegen, während die Erzeugungsmengen aus den Wasserkraftwerken den Mengen im Vorjahreszeitraum entsprachen. Dennoch lag die Stromerzeugung aus Wasserkraft im Januar und Februar deutlich über dem Normalwert. Dies hatte, in Verbindung mit dem trockenen Wetter, ein Absinken des Wasserspiegels in den Stauseen zur Folge. Ab März stiegen die Temperaturen wieder an, wodurch die Nachfrage sank. Zur selben Zeit nahmen zwei schwedische Kernkraftwerke nach einem Produktionsstopp die Stromerzeugung wieder auf. Die Folge war ein Rückgang der Stromerzeugung bei Statkraft im Monat März.
Ende März lag die Gesamtwassermenge in den nordeuropäischen Stauseen bei 62,7 % des Normalniveaus, was 27,9 TWh elektrischer Energie entspricht.
Der durchschnittliche Systempreis auf dem nordeuropäischen Markt war im ersten Quartal deutlich höher als im Vorjahreszeitraum und betrug zuletzt 59,8 EUR/MWh (38,2 EUR/MWh). Gleichzeitig war der durchschnittliche Spotpreis auf dem deutschen Markt (EEX) im ersten Quartal niedriger. Zuletzt betrug er 41,1 EUR/MWh (47,4 EUR/MWh).
Kennzahlen
in Mio. NOK | 1. Quartal 2010 | 1. Quartal 2009 | Änderung |
Bruttoerlöse | 10 507 | 8 031 | +31 % |
EBITDA bereinigt | 6 133 | 4 607 | +33 % |
EBIT bereinigt | 5 493 | 3 943 | +39 % |
Bereinigtes Ergebnis vor Steuern | 5 375 | 3 485 | +72 % |
Bereinigtes Ergebnis nach Steuern | 2 955 | 1 786 | +65 % |
Cashflow | 8 886 | 6 653 | +34 % |
Nettoinvestitionen | 457 | 557 | -18 % |
Verzinsliche Verbindlichkeiten | 45 283 | 42 897 | +6 % |
Flüssige Mittel | 11 950 | 9 627 | +24 % |
Preis Nord Pool (EUR/MWh) | 59,8 | 38,2 | +57 % |
Preis EEX (EUR/MWh) | 41,1 | 47,4 | -13 % |
Erdgaspreis (EUR/MWh) | 13,9 | 17,5 | -21 % |
Stromerzeugung (TWh) | 18,4 | 17,1 | +8 % |
Statkraft ist der europaweit größte Produzent erneuerbarer Energie. Der Konzern baut und betreibt Wasser-, Wind-, Gas-, Solar- und Fernwärmekraftwerke und ist zudem ein bedeutender Akteur an den europäischen Energiehandelsbörsen. Darüber hinaus ist Statkraft in der Entwicklung weiterer innovativer Energielösungen tätig, wie z. B. Gezeiten- und Osmosekraftwerke. 2009 verzeichnete Statkraft einen Umsatz in Höhe von 2,9 Milliarden Euro. Der Konzern beschäftigt etwa 3 400 Mitarbeiter in über 20 Ländern.
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