Statkraft

Statkraft wächst in Hürth-Knapsack

Unmittelbar neben dem Gas- und Dampfkraftwerk operiert seit Juni die technische Zentrale für die Regionen Deutschland und Großbritannien. 25 Statkraft Mitarbeiter steuern und koordinieren von dort die betrieblichen Kraftwerksaktivitäten der beiden Regionen. Insgesamt beschäftigt Statkraft damit derzeit rund 60 Mitarbeiter in Knapsack.

Diese Zahl könnte sich in absehbarer Zeit erhöhen. Das Unternehmen prüft derzeit den Bau eines zweiten Gas- und Dampfkraftwerks auf dem Knapsacker Hügel. Der Genehmigungsprozess sowie weitergehende Planungen sind bereits angelaufen und bilden die Grundlage für die Investitionsentscheidung, die im Laufe dieses Jahres erwartet wird. „Die Erweiterung unserer Kraftwerkskapazität und damit der Ausbau einer flexiblen und umweltfreundlichen Stromerzeugung ist ein wichtiges strategisches Ziel“, erläutert Gundolf Dany, Geschäftsführer der Statkraft Markets GmbH. „Wir haben uns daher für eine detaillierte Standortbewertung in Knapsack entschieden.“

Statkraft setzt damit seinen Wachstumskurs fort. Erst Anfang 2009 hatte das Unternehmen in einem Tauschgeschäft mit der E.ON AG Kraftwerke mit einer Gesamtleistung von rund 2.500 MW in Deutschland, Schweden und Großbritannien übernommen, 13 davon in Deutschland. Der norwegische Konzern war damit zu Europas größtem Stromerzeuger aus erneuerbaren Energien aufgestiegen.

Der signifikante Rückgang des industriellen Strombedarfs in Deutschland und Europa führte zwar 2009 zu einer geringeren Kraftwerksauslastung, die auch in Hürth-Knapsack spürbar war. Alles in allem verlief das Betriebsjahr für den Standort jedoch zufrieden stellend, erläutert Dany: „Die Auslastung war nicht optimal. Aber es gab das ganze Jahr über  keine außergewöhnlichen technischen Probleme. Nicht zuletzt wegen der flexiblen Einsatzmöglichkeit der Anlage konnten wir also die Betriebszeit gut nutzen.“