Die Geschichte von Statkraft

Schwarzweiß-Bild Kraftwerksarbeiter

Die Geschichte von Statkraft ist eng mit der Entwicklung der norwegischen Wasserkraft verwoben. Als eigenständiges Unternehmen wurde Statkraft 1992 gegründet, doch die Geschichte der Kraftwerke reicht zurück bis zum Ende des 19. Jahrhunderts, als die Nutzbarmachung der Wasserfälle in Norwegen begann.

Diese kurze Chronologie umfasst bis 1992 vor allem die Geschichte der Nutzbarmachung, der staatlichen Verwaltung und der gesetzlichen Regulierung der Wasserkraft. Danach stellt sie die Geschichte von Statkraft und der Weiterentwicklung des Unternehmens durch den Vorstand und die Geschäftsführung dar.

2015 Statkraft handelt physisch mit Biomasse und nutzt dazu den neuen Umschlagsplatz in Tofte, Norwegen. Gemeinsam mit dem schwedischen Unternehmen Södra gründet Statkraft die Biokraftstoff-Firma Silva Green Fuel. Darüberhinaus stärkt Statkraft durch Akquisitionen seine Position in Brasilien und Chile.

2014 Die Aktivitäten von SN Power in Südamerika und Südasien werden operativ in den Statkraft Konzern integriert.

2013 Im Juni 2013 eröffnet Statkraft das hochmoderne Gas- und Dampfturbinenkraftwerk (GuD) Knapsack II in Hürth-Knapsack bei Köln. Damit wird das am gleichen Standort bereits bestehende GuD Knapsack I mit einer Gesamtleistung von 800 MW um weitere 430 MW ergänzt.

2012 Inbetriebnahme Offshore-Windpark Sheringham Shoal, den Statkraft gemeinsam mit Statoil betreibt. Der Windpark liegt vor der Küste von Norfolk (Großbritannien).und kann mit seiner Kapazität 220.000 britische Haushalte mit sauberer Energie versorgen.

Das Svartisen Kraftwerk in Norland (Norwegen) hat seine Kapazität nahezu verdoppelt. Zusätzlich zu der bereits bestehenden Kapazität von 350 MW werden mit einer neuen Einheit weitere 250 MW Strom erzeugt.

In der Turkei, einem der am schnellsten wachsenden Energiemärkte, baut Statkraft, zwei weitere Wasserkraftwerke: Kargi und Cetin. Statkraft betreibt in der Türkei bereits das Wasserkrfatwerk Cakit. Wenn der Bau der neuen Wasserkraftwerke abgeschlossen ist, werden die drei Kraftwerke zusammen insgesamt rund 2 TWh Strom erzeugen.

2011 Statkraft schließt im Laufe des Jahres zwölf neue Langzeitverträge mit der energieintensiven Industrie ab – Statkrafts wichtigster Kundengruppe.

Im selben Jahr schließt Statkraft den Bau eines Windparks in Schweden erfolgreich ab und beginnt mit dem Bau zwei neuer Windparks in Schweden und in Schottland. 

2010 Christian Rynning-Tønnesen wird mit Wirkung zum 1. Mai 2010 CEO von Statkraft.

Statkraft fokussiert die Unternehmensstrategie und setzt auf flexible Energieerzeugung, internationale Wasserkraft und den Ausbau von Windkraft. Im Juni des Jahres wird das erste Wasserkraftwerk in der Türkei, Cakit, in Betrieb genommen. Im Herbst folgt die Übernahme aller Anteile am Baltic Cable.

2009 Am 24. November 2009 eröffnet Kronprinzessin Mette-Marit von Norwegen den weltweit ersten Prototypen für ein Osmosekraftwerk in Tofte, nahe Oslo.

2008 Am 24. Juli unterzeichnen Statkraft und E.ON den Vertrag über den Tausch von Anlagen und Werten in Höhe von 44 Milliarden NOK (5,5 Milliarden EUR). Zum Jahreswechsel übernimmt Statkraft insgesamt 63 Kraft- und Fernheizwerke in Schweden, Deutschland und Großbritannien. Mit dieser Vereinbarung wird Statkraft zum viertgrößten Energieerzeuger in Schweden. In Deutschland verdoppelt sich die Erzeugungsleistung, während man sich in Großbritannien eine solide Position sichert.

2007 Statkraft eröffnet drei neue Auslandsbüros in Serbien, Rumänien und Albanien.

Der Bau von drei Gaskraftwerken wird abgeschlossen: Knapsack (100 Prozent Eigentümer) und Herdecke (50 Prozent Beteiligung) in Deutschland und Kårstø (50 Prozent Beteiligung) in Norwegen.

2006 wird der Windpark in Kjøllefjord eröffnet.

Büros in London und Sofia werden eröffnet. Statkraft Southeast Europe EOOD in Sofia erhält die Lizenz für den Stromhandel in Bulgarien.

2005 wird beschlossen, in Deutschland Gaskraftwerke zu bauen. In Herdecke baut Statkraft in Zusammenarbeit mit dem deutschen Energieunternehmen Mark-E ein Gaskraftwerk mit einer Kapazität von 400 MW. In Hürth-Knapsack bei Köln baut Statkraft ein weiteres, modernes Gaskraftwerk mit doppelt so großer Kapazität.

Von E.ON Schweden werden insgesamt 24 Wasserkraftwerke in Schweden und Finnland übernommen.

2004 Am 1. Oktober wird Statkraft von einem staatlichen Unternehmen in eine nicht-börsennotierte, norwegische Aktiengesellschaft umgewandelt. Der Konzern Statkraft AS wird gegründet.

2003 Statkraft Grøner wird an SWECO veräußert.

2002 Der Anteil an Sydkraft wird auf 44,6 Prozent erhöht.

Gesetzesvorlage Nr. 22: Die norwegische Regierung kündet die Umwandlung von Statkraft in eine Aktiengesellschaft an.

Die norwegischen Kartellbehörden verlangen den Verkauf von E-CO, HEAS und TEV oder einer entsprechenden Erzeugungsleistung.

Statkraft Norfund Power Invest (SNPI) wird gegründet.

Småkraft – eine für Kleinkraftwerke zuständige Tochtergesellschaft – wird gegründet.

2001 Statkraft erhält 6 Milliarden NOK (756 Millionen EUR) neues Eigenkapital.

Statkraft übernimmt 1/3 des Übertragungskabels Baltic Cable zwischen Schweden und Deutschland.

Statkraft erwirbt sämtliche Anteile an TEV sowie Aktien an Agder Energi.

2000 Statkraft verkauft Anlagen an NCC und erwirbt Aktien an den Versorgungsunternehmen Vestfold kraft, Skiensfjorden kommunale kraftselskap und HEAS.

Der norwegische Ministerpräsident Jens Stoltenberg: „Die Zeit der großen Bauprojekte in der Wasserkraft ist vorüber.“

Das norwegische Parlament beschließt für das Jahr 2001 und die Folgejahre eine Dividende von 50 Prozent.

1999  Statkraft erwirbt Beteiligungen an den Energieversorgern BKK und Scanenergi.

Das Handelsbüro in Düsseldorf wird gegründet.

Gesetzesvorlage Nr. 52: Die Pachtverträge werden verlängert, die Stromverträge für die Industrie ausgegliedert.

1998 Statkraft eröffnet in den Niederlanden ein Handelsbüro.

1997 Statkraft schließt einen langfristig angelegten Energieversorgungsvertrag mit den beiden Unternehmen Norsk Hydro und Norske Skog.

Der Bau des letzten großen Wasserkraftprojekts, Svartisen in Nordland (Norwegen), wird abgeschlossen.

1996 Statkraft wird Miteigentümer von Sydkraft und Oslo Energi Produksjon.

Die Strombörse Nord Pool wird gegründet.

1992 Die staatlichen Kraftwerke werden aufgeteilt. Dabei werden zwei staatliche Unternehmen gegründet Statkraft SF kümmert sich fortan um die Energieerzeugung, während Statnett SF den Betrieb und die Wartung des Übertragungsnetzes übernimmt.

Gesetzesvorlage Nr. 100: „Statkraft soll als kommerzielles Unternehmen betrieben werden, ist jedoch verantwortlich für die Verträge, die vom Parlament beschlossen wurden.“

1991 Gesetzesvorlage Nr. 104: „Dem staatlichen Unternehmen wird die Möglichkeit eröffnet, die Bedingungen in seinen sämtlichen Verträgen nach betriebswirtschaftlichen Grundsätzen neu zu verhandeln.“ Das norwegische Energiegesetz tritt in Kraft. Das Ziel ist „...eine zweckmäßigere und flexiblere Energiegewinnung“.

1986 Die staatlichen Kraftwerke werden als selbstständiges Verwaltungsunternehmen dem Norwegischen Ministerium für Erdöl und Energie (OED) unterstellt.

1960 Ein eigenes Direktorat für die staatlichen Kraftwerke wird als Teil von NVE eingerichtet.

1921 Das norwegische Zentralamt für Wasserkraft und Energie (NVE) wird gegründet und leitet von nun an verantwortlich den Ausbau und Betrieb der staatlichen Kraftwerke.

Das norwegische Storting (Parlament) stellt Mittel bereit, um den Fluss Numedalslågen zu regulieren und das Kraftwerk Glomfjord in Nordland zu kaufen.

1895 Der norwegische Staat erwirbt den ersten Wasserfall Paulenfossen, um Strom für die Eisenbahnlinie Setesdalsbanen zu erzeugen. Der Kaufpreis beträgt 23 245 NOK (2 930 €).