Statkraft

Die Geschichte von Statkraft

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Diese kurze Chronologie umfasst bis 1992 vor allem die Geschichte der Nutzbarmachung, der staatlichen Verwaltung und der gesetzlichen Regulierung der Wasserkraft. Danach stellt sie die Geschichte von Statkraft und der Weiterentwicklung des Unternehmens durch den Vorstand und die Geschäftsführung dar.

2008 Am 24. Juli unterzeichneten Statkraft und E.ON den Vertrag über den Tausch von Anlagen und Werten in Höhe von NOK 44 Milliarden. Zum Jahreswechsel übernahm Statkraft insgesamt 63 Kraft- und Fernheizwerke in Schweden, Deutschland und Großbritannien. Mit dieser Vereinbarung wurde Statkraft zum viertgrößten Energieerzeuger in Schweden. In Deutschland verdoppelte sich die Erzeugungsleistung, während man sich in Großbritannien eine solide Position sicherte.

Statkraft begann mit dem Bau des weltweit ersten Prototyps für ein Osmosekraftwerk und gründete ein Joint Venture zur Entwicklung der Gezeitenenergie in Nordirland.
Statkraft und GreenPower wurde die Genehmigung zum Bau und Betrieb des Windparks Carraig Gheal an der schottischen Westküste erteilt. Dieser Park wird aus bis zu 20 Windenergieanlagen mit einer installierten Gesamtleistung von 60 MW bestehen – genug, um 32.000 schottische Haushalte mit sauberer, erneuerbarer Energie zu versorgen.

2007 Statkraft eröffnet drei neue Auslandsniederlassungen in Serbien, Rumänien und Albanien.
Der Bau von drei Gaskraftwerken wird abgeschlossen: Knapsack (100 Prozent Eigentümer) und Herdecke (50 Prozent Beteiligung) in Deutschland und Kårstø (50 Prozent Beteiligung) in Norwegen.

2006 wird der Windpark in Kjøllefjord eröffnet.
Büros in London und Sofia werden eröffnet. Statkraft Southeast Europe EOOD in Sofia erhält die Lizenz für den Stromhandel in Bulgarien.

2005 wird beschlossen, in Deutschland Gaskraftwerke zu bauen: in Herdecke – in Zusammenarbeit mit dem deutschen Energieunternehmen Mark-E – und in Hürth-Knapsack bei Köln.
Von E.ON Schweden werden insgesamt 24 Wasserkraftwerke in Schweden und Finnland übernommen.

2004 Am 1. Oktober wird Statkraft von einem staatlichen Unternehmen in eine nicht-börsennotierte, norwegische Aktiengesellschaft umgewandelt. Der Konzern Statkraft AS wird gegründet.

2003 Statkraft Grøner wird an SWECO veräußert.

2002 Der Anteil an Sydkraft wird auf 44,6 Prozent erhöht.
Gesetzesvorlage Nr. 22: Die norwegische Regierung kündet die Umwandlung von Statkraft in eine Aktiengesellschaft an.
Die norwegischen Kartellbehörden verlangen den Verkauf von E-CO, HEAS und TEV oder einer entsprechenden Erzeugungsleistung.
Statkraft Norfund Power Invest (SNPI) wird gegründet.
Småkraft – eine für Kleinkraftwerke zuständige Tochtergesellschaft – wird gegründet.

2001 Statkraft erhält NOK 6 Milliarden neues Eigenkapital. Statkraft übernimmt 1/3 des Übertragungskabels Baltic Cable. Statkraft erwirbt sämtliche Anteile an TEV sowie Aktien an Agder Energi.

2000 Statkraft verkauft Anlagen an NCC und erwirbt Aktien an den Versorgungsunternehmen Vestfold kraft, Skiensfjorden kommunale kraftselskap und HEAS.
Der norwegische Ministerpräsident Jens Stoltenberg: «Die Zeit der großen Bauprojekte in der Wasserkraft ist vorüber.»
Das norwegische Parlament beschließt für das Jahr 2001 und die Folgejahre eine Dividende von 50 Prozent.

1999  Statkraft erwirbt Beteiligungen an den Energieversorgern BKK und Scanenergi.
Das Handelsbüro in Düsseldorf wird gegründet.
Gesetzesvorlage Nr. 52: Die Pachtverträge werden verlängert, die Stromverträge für die Industrie ausgegliedert.

1998 Statkraft eröffnet in den Niederlanden ein Handelsbüro.

1997 Die Besteuerung von Kraftwerken wird einer Revision unterzogen und nach neuen Grundsätzen geregelt.
Statkraft schließt einen langfristig angelegten Energieversorgungsvertrag mit den beiden Unternehmen Norsk Hydro und Norske Skog.

1996 Statkraft wird Miteigentümer von Sydkraft und Oslo Energi Produksjon.
Die Strombörse Nord Pool wird gegründet.

1994 Austauschvereinbarungen mit der niederländischen SEP und der deutschen Preußen Elektra auf der Grundlage neuer unterseeischer Kabel. Ein neuer Vertrag mit Elsam wird abgeschlossen. Statkraft gründet zusammen mit Statoil und Norsk Hydro das Unternehmen Naturkraft AS. Ziel dieses Konsortiums ist die Stromerzeugung aus Gaskraft.

1993 Die beiden Unternehmen Statkraft Anlegg as und Statkraft Engineering as werden als 100-prozentige Tochtergesellschaften gegründet. Beteiligung an Bauprojekten in Nepal und Laos. Aufkauf des Energieunternehmens Finnmark Energi.

1992 Die staatlichen Kraftwerke werden aufgeteilt. Dabei werden zwei staatliche Unternehmen gegründet. Statkraft SF kümmert sich fortan um die Energieerzeugung, während Statnett SF den Betrieb und die Wartung des Übertragungsnetzes übernimmt.  Gesetzesvorlage Nr. 100: «Statkraft soll als kommerzielles Unternehmen betrieben werden, ist jedoch verantwortlich für die Verträge, die vom Parlament beschlossen wurden.»

1991 Gesetzesvorlage Nr. 104: «Dem staatlichen Unternehmen wird die Möglichkeit eröffnet, die Bedingungen in seinen sämtlichen Verträgen nach betriebswirtschaftlichen Grundsätzen neu zu verhandeln.» Das norwegische Energiegesetz tritt in Kraft. Das Ziel ist «...eine zweckmäßigere und flexiblere Energiegewinnung».

1987 Der Bau der Kraftwerksanlage Svartisen (Stor-Glomfjord) mit Beiarn, Bjøllåga und Melfjord wird beschlossen. Nur am Kraftwerk Svartisen beginnen die Bauarbeiten.

1986 Die staatlichen Kraftwerke werden als selbstständiges Verwaltungsunternehmen dem Norwegischen Ministerium für Erdöl und Energie (OED) unterstellt.

1984 Als letztes Kraftwerk in dem umfangreichen Ausbauplan für das Gebirge Breheimen wird das Kraftwerk Jostedal beschlossen. Das erste Kraftwerk war Leirdøla 1974. Im Zuge der Einrichtung des Nationalparks Jostedalsbreen wird Stryn später zum Naturschutzgebiet erklärt.

1978 Der Beschluss, das Kraftwerk Alta in Nordnorwegen zu bauen, löst über Jahre Demonstrationen und andere Protestaktionen aus.

1976 Das Skagerrak-Kabel geht ans Netz. Vereinbarung mit Elsam.

1974  Der Ausbau der Gewässer von Ulla-Førre in Südwestnorwegen wird beschlossen.

1973 Der Bau des Kraftwerks Grytten (am Flusslauf Mardøla) wird beschlossen. Es kommt zu Demonstrationen und Protestaktionen. Der sogenannte Schutzplan I wird verabschiedet, dem später weitere Naturschutzpläne folgen. 2004 wird schließlich der fünfte Vorschlag zum Beschluss vorgelegt. Der Bau des Kraftwerks Sima (bei Eidfjord/Westnorwegen) wird beschlossen.

1970 Die Genehmigung zum Bau des größten Wasserkraftprojekts Sira-Kvina wird erteilt. Hier ist Statkraft einer der großen Eigentümer.

1963  Neue Standardverträge für die energieintensiven Industrien: Höherer Grundpreis, 40 Jahre Laufzeit der Verträge und weiterhin nur eine teilweise Koppelung an den Konsumpreisindex.

1960 Ein eigenes Direktorat für die staatlichen Kraftwerke wird als Teil von NVE eingerichtet.

1959 Starke politische Anstrengungen für die neuen, energieintensiven Industrien. So werden unter anderem drei neue Aluminiumwerke (Husnes, Karmøy und Lista in Westnorwegen) gebaut.

1956 Der Bau des Kraftwerks Tokke wird beschlossen. Der Bau des Aluminiumwerks in Mosjøen, das mit Strom vom Kraftwerk Røssåga versorgt werden soll, wird ebenfalls beschlossen. Die ersten Standardverträge mit Strom aus Røssåga werden unterzeichnet. Auch für die energieintensive Industrie werden Standardverträge beschlossen: Die Laufzeit beträgt 50 Jahre, und die Preise werden nur teilweise an den Konsumpreisindex angepasst.

1955 Es wird beschlossen, das Kraftwerk Innset zum Stromversorger der Regionen Troms und nördliches Nordland zu machen. Im gleichen Jahr erhält der Staat das Monopol auf die Aus- und Einfuhr von Elektrizität.

1951 Der Bau des Aluminiumwerks in Sunndalsøra/Nordwestnorwegen wird beschlossen. Die Stromversorgung soll durch das Kraftwerk Aura gesichert werden, das deshalb komplett ausgebaut wird. 

1947 Drei wichtige Beschlüsse ebnen den Weg für die Rolle von Statkraft beim Ausbau der Wasserkraft nach dem Zweiten Weltkrieg:

Norsk Hydro baut eine Ammoniakfabrik in Glomfjord, was den kompletten Ausbau des Kraftwerks Glomfjord erfordert.

Das Kraftwerk Aura wird Stromversorger für die Region Mittelnorwegen.

Das Kraftwerk Nedre Røssåga wird Stromversorger für den norwegischen Schienenverkehr und die Industrie und Haushalte in der Region Helgeland.

1946 Das gerade begonnene Kraftwerk Aura wird übernommen.

1945 Das nur teilweise fertiggestellte Kraftwerk Mår wird von Nordisk Lettmetall übernommen. Es nimmt 1948 den Betrieb auf.

1928 Das Kraftwerk Nore wird zusammen mit den Übertragungsleitungen nach Slagen bei Tønsberg und Smestad bei Oslo in Betrieb genommen.

1922 Das Kraftwerk Hakavik des Zentralamtes für den Schienenverkehr (Jernbaneverket) wird in Betrieb genommen.

1921 Das norwegische Zentralamt für Wasserkraft und Energie (NVE) wird gegründet und leitet von nun an verantwortlich den Ausbau und Betrieb der staatlichen Kraftwerke.

1918 Das halb fertiggestellte Kraftwerk in Glomfjord wird erworben und 1920 in Betrieb genommen.

1907 Mit dem Kauf der Wasserfälle Norefallene wird eine Periode mit zahlreichen Aufkäufen von Gewässernutzungsrechten eingeleitet, die bis 1920 andauert.

1895 Der norwegische Staat erwirbt den ersten Wasserfall Paulenfossen, um Strom für die Eisenbahnlinie Setesdalsbanen zu erzeugen. Der Kaufpreis beträgt 23 245 Kronen.