Erzhausen II

Statkraft plant eine Speichererweiterung des Pumpspeicherkraftwerks Erzhausen. Von der Erweiterung verspricht sich Statkraft eine weitere Aufwertung des Standortes, bei der die Flexibilität des Kraftwerks im Hinblick auf systemrelevante Dienstleistungen am Strommarkt erhöht wird. Das Projekt befindet sich seit 2012 in der Planungsphase, eine Investitionsentscheidung wird im ersten Halbjahr 2015 erwartet. Möglicher Baubeginn wäre 2015.

Für eine Speichererweiterung plant Statkraft das Betriebsvolumen des Oberbeckens um 10% -12% zu erhöhen. Das Oberbecken selbst soll nicht baulich aufgestockt werden, sondern durch den Aufsatz eines Wellenumlenkers am Damm des Oberbeckens erweitert werden. An dem so genannten Wellenumlenker wird die auslaufende Welle in das Oberbecken zurückgeworfen und mehr Wasser kann zur tatsächlichen Stromerzeugung eingesetzt werden. Um das Stauziel des Unterbeckens zu erhöhen, müsste auch die Überlaufschwelle erhöht werden. Mit einer größeren Betriebswassermenge könnte das Kraftwerk flexibler betrieben und die neu geplanten Turbinen zur Leistungserweiterung optimal eingesetzt werden.

Bei der Planung und Durchführung achtet Statkraft besonders darauf, dass die Eingriffe in die umgebende Landschaft und die Belastung für die Anwohner so klein wie möglich gehalten werden. Statkraft arbeitet eng und partnerschaftlich mit den zuständigen Wasser- und Naturschutzbehörden zusammen. Das benachbarte Naturschutzgebiet Selterklippen würde von den baulichen Maßnahmen nicht berührt werden.

Statkraft beantragte im Juni 2014 die Genehmigung nach Wasserhaushaltsgesetz für die Speichererweiterung beim Landkreis Northeim. Der Landkreis entscheidet, ob ein Planfeststellungs- oder ein Plangenehmigungsverfahren durchgeführt wird.

Die Entwicklung der ursprünglich geplanten Leistungserweiterung des Pumpspeicherkraftwerkes, die auch den Bau eines neuen Krafthauses auf dem Gelände des bestehenden Kraftwerkes vorsah, wird Statkraft vorerst aussetzen. Die Prognosen für die Entwicklung des Energiemarktes in Deutschland sprechen derzeit nicht für eine langfristige Wirtschaftlichkeit dieses Projektes.


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