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Zukunft made in Ostfriesland

17 Dec, 2020

Statkraft, Europas größter Erzeuger erneuerbarer Energie, und Energiepark Emden, ein Konsortium bestehend aus den in Ost- und Nordfriesland ansässigen Unternehmen GP JOULE, Terravent Investments und Brons Group haben heute eine Absichtserklärung unterzeichnet. Ziel ist es, gemeinsam den ostfriesischen Nahverkehrs- und Transportsektor auf grüne Beine zu stellen. Die Unternehmen planen die Erzeugung von 100% grünem Wasserstoff und den Aufbau entsprechender Wertschöpfungsketten.

Foto: GP Joule

Der Sektor Verkehr und Transport macht rund 19 % des gesamten Treibhausgasausstoßes in Deutschland aus. Grüner Wasserstoff ist daher eine wichtige Säule, um die Klimaziele auch in diesem Bereich zu erreichen.

Statkraft und Energiepark Emden beabsichtigen am Emder Standort des norwegischen Energieunternehmens Elektrolyseure mit einer Gesamtleistung von bis zu 50 Megawatt zu errichten. Auf Basis von Strom aus erneuerbaren Energiequellen, u.a. aus einem vom Energiepark Emden in Entwicklung befindlichen Photovoltaikpark, soll grüner Wasserstoff erzeugt werden. Dieser soll ab 2023 hauptsächlich an Kunden in der Region Ostfriesland geliefert werden die damit ihre CO2-Emissionen senken können, zum Beispiel im öffentlichen Personennahverkehr und dem regionalen Transportsektor. Die Wasserstoffvermarktung wird unter der Firmierung H2Emden gebündelt, zu der als weiterer Gesellschafter die Emder Firma SCORE zählt. Gemeinsam mit weiteren, potenziellen Partnern wie AG Ems, Spedition Weets und den Stadtwerken Emden, wird der 100% grüne Wasserstoff über das SCORE Tankstellennetz vertrieben und damit für jedermann zugänglich gemacht.

„Wir haben uns in Emden mit starken Partnern aus der Region zusammengeschlossen, um mit diesem Leuchtturmprojekt erheblich zur Senkung der CO2-Emissionen des Verkehrssektors in Ostfriesland beizutragen,“ sagt Dr. Carsten Poppinga, Geschäftsführer von Statkraft in Deutschland. „Statkraft ist Experte für erneuerbare Energie. Mit unserem Biomasse-Standort in Emden und der Möglichkeit grünen Strom aus unserem Portfolio – bestehend aus Wind-, Solar- und Wasserkraftanlagen – bereitzustellen, sind wir bestens aufgestellt einen nachhaltigen Verkehrs- und Transportsektor zu ermöglichen.“

„Die Partnerschaft mit Statkraft ist ein starkes Signal für die Stadt Emden und die Region Ostfriesland. Emden ist schon seit langem ein Energiestandort und ein Zentrum für erneuerbare Energie. Nun schlagen wir das nächste Kapitel auf und legen die Grundlage für die grüne Verkehrszukunft in unserer Region, " erklärt Claas Mauritz Brons, Geschäftsführer der Brons Group stellvertretend für die Konsortiumspartner vom Energiepark Emden.

Der Oberbürgermeister der kreisfreien Stadt Emden Tim Kruithoff (parteilos) ist ebenso vom Erfolg dieser Partnerschaft überzeugt und stellt fest: „Ich bin begeistert, dass Emden vorangeht und es gelungen ist, für die Herstellung und Verwendung von Wasserstoff eine regionale Lösung zu finden. Als Stadt Emden werden wir unseren Teil dazu beitragen, um diesen Erfolg zu unterstützen.“

Auch auf Landesebene gibt es große Unterstützung für das geplante Wasserstoffprojekt. Dr. Niels Kämpny, Leiter der Abteilung Industrie und Wirtschaft im Niedersächsischen Ministerium für Wirtschaft, Arbeit, Verkehr und Digitalisierung, erklärt: „Das Projekt wird vom Niedersächsischen Ministerium für Wirtschaft, Arbeit, Verkehr und Digitalisierung begrüßt. Der geplante Energiepark hat im Hinblick auf die Gewinnung erneuerbaren Stroms und die Nutzung dezentral erzeugten Wasserstoffes Leuchtturmcharakter für die Region.“

Schon mit einem 5-Megawatt-Elektrolyseur wird genügend grüner Wasserstoff erzeugt, um beispielsweise rund 85 emissionsfreie Busse im öffentlichen Personennahverkehr jährlich zu versorgen.

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Anne Joeken
VP Kommunikation & Marketing