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Co-Location: Volles Standortpotenzial durch Batteriespeicher?

 

Einfach erklärt: Was ist Co-Location?

  • Bei Co-Location teilen sich eine Erzeugungsanlage und ein Batteriespeicher denselben Netzanschluss.
  • Durch die Kopplung von Erzeugungsanlagen mit einem Batteriespeicher kann ein wirtschaftlicher Mehrwert erzielt werden.
  • Co-Location kann Infrastrukturkosten sparen und kann helfen Netzanschlussengpässe zu überwinden.
  • Co-Location kann das Risiko zunehmender negativer Preise in einen Vorteil für den Batteriespeicher verwandeln.

Warum sind Co-Location-Batteriespeicher gerade jetzt so gefragt?

Natürlich ist die Volatilität der erneuerbaren Erzeugungsanlagen ein Grund dafür, dass Batteriespeicher weiterhin als Schlüsseltechnologie für die Energiewende gelten. Besonders in den letzten Jahren haben aber zwei weitere Herausforderungen zur zunehmenden Bedeutung der Speichertechnologie beigetragen:

Co-Location, also die gemeinsame Nutzung eines Standorts durch Speicher und Erzeugungsanlagen, bietet eine Lösung für diese aktuellen Herausforderungen und ist dadurch maßgeblich am weiteren Erfolg der Umgestaltung unseres Energiesystems beteiligt.

Grünstrom oder Graustrom: Welche Arten von Co-Location-Anlagen gibt es?

Anders als ein Stand-Alone-Speicher teilen sich Co-Location-Anlagen immer den Netzanschluss mit einer Erzeugungsanlage. In der Regel verfügt eine Co-Location-Anlage außerdem über einen eigenen Wechselrichter: Es entstehen also zwei separate Systeme an einem Standort, die Erzeugungsanlage und der Batteriespeicher. Wird auch der Wechselrichter mit der Erzeugungsanlage geteilt kann man auch von einem Hybridkraftwerk sprechen, da hier nur ein gebündeltes System aus Erzeugungsanlage und Batteriespeicher entsteht.

Bei Co-Location-Anlagen wird außerdem unterschieden, ob die angeschlossene Batterie als Graustromspeicher oder als Grünstromspeicher betrieben wird. Das hängt grundsätzlich davon ab, ob der Batteriespeicher nur mit Strom aus einer Erneuerbaren-Erzeugungsanlage beladen wird oder auch Strom aus dem Netz bzw. einer Nicht-Erneuerbaren-Erzeugungsanlage bezieht.

Co-Location-Anlage mit Graustromspeicher

Schematische Darstellung einer Co-Location-Anlage mit Graustromspeicher. Zu sehen ist die Verbindung des Wechselrichters mit dem Netzanschluss, da die Batterie hier auch Strom aus dem Netz ziehen kann.

Wie in der Grafik zu sehen, ist die Verbindung zwischen dem Wechselrichter des Graustromspeichers beidseitig aktiv. Das heißt: Der Batteriespeicher kann nicht nur Strom ans Netz abgeben, sondern auch Strom aus dem Netz beziehen. Da im Netz nicht nur grüner Strom verwendet wird, spricht man von einem Graustromspeicher, also einem Speicher der Energie aus erneuerbaren und nicht-erneuerbaren Quellen bezieht. Ein Stand-Alone Batteriespeicher fällt ebenso in diese Kategorie.

In dieser Konfiguration wird der Batteriespeicher wie ein Stand-Alone-Speicher vermarktet, mit dem Unterschied, dass kein dedizierter Netzanschluss notwendig ist.

Co-Location-Anlage mit Grünstromspeicher

Schematische Darstellung einer Co-Location-Anlage mit Grünstromspeicher. Zu sehen ist die Verbindung des Wechselrichters mit dem Netzanschluss und dass die Batterie hier keinen Strom aus dem Netz ziehen kann.

Bei einer Co-Location-Anlage mit Grünstromspeicher, ist die Verbindung zwischen dem Wechselrichter des Batteriespeichers einseitig: Der Speicher kann in diesem Fall zwar Strom an das Netz abgeben, aber keinen Strom aus dem Netz beziehen. Es wird aber gleichzeitig eine Verbindung zwischen dem Wechselrichter der Erneuerbaren-Erzeugungsanlage und der Batterie geschaffen. So kann die Batterie grünen Strom aus der Anlage am Standort beziehen. Da kein Strom aus nicht-erneuerbaren Quellen für die Ladung des Batteriespeichers genutzt wird, spricht man von einem Grünstromspeicher.

Der große Vorteil dieses Setups ist die direkte Verbindung zur Erneuerbaren-Anlange: In Zeiten von Negativpreisen kann eine Co-Location-Anlage mit Grünstromspeicher mit überschüssigem Strom beladen werden. Der Batteriespeicher wandelt dadurch das Risiko negativer Preise sogar in einen Vorteil um. Gleichzeitig gehen dem Batteriespeicher aber auch Optimierungspotentiale aus dem Netzstrombezug verloren.

Die wichtigsten Unterschiede zusammengefasst: Co-Location, Grünstrom, Graustrom, Hybridkraftwerk und Stand-Alone

 

schematische Darstellung eines HybridkraftwerksHybridkraftwerk 

 


Art: gemeinsames System

Steuerung: geteilter Wechselrichter

Strombezug: aus der Erzeugungsanlage

Planung und Finanzierung: als eine gemeinsame Anlage

Speicherart: Grünstromspeicher (bei EE-Anlage)

 

schematische Darstellung einer Co-Location-Anlage mit GrünstromspeicherCo-Location Grünstrom 


Art: zwei unabhängige Systeme

Steuerung: dedizierte aber verbundene Wechselrichter

Strombezug: aus der Erzeugungsanlage

Planung und Finanzierung: können separat geplant und finanziert werden

Speicherart: Grünstromspeicher (bei EE-Anlage)

schematische Darstellung einer Co-Location-Anlage mit GraustromspeicherCo-Location Graustrom 


Art: zwei unabhängige Systeme

Steuerung: dedizierte Wechselrichter

Strombezug: aus dem Netz

Planung und Finanzierung: können separat geplant und finanziert werden

Speicherart: Graustromspeicher

 

schematische Darstellung eines Stand-Alone BatteriespeichersStand-Alone 

 


Art: alleinstehender Batteriespeicher

Steuerung: dedizierter Wechselrichter

Strombezug: aus dem Netz

Planung und Finanzierung: abgeschlossenes System

Speicherart: Graustromspeicher

Vermarktung von Co-Location-Anlage aus einer Hand steigert Erlöse

Aufgrund der Ausgestaltung einer Co-Location-Anlage, wird es besonders kompliziert, wenn zusätzlich unterschiedliche Eigentümerstrukturen oder Vermarktungsstrategien am gleichen Standort miteinander konkurrieren. Werden der Batteriespeicher und die Erzeugungsanlage also nicht vom selben Eigentümer betrieben oder von unterschiedlichen Vermarktern optimiert, kann die Wirtschaftlichkeit der Anlage darunter leiden. Der Grund? Versuchen beispielsweise zwei Eigentümer oder Vermarkter zur gleichen Zeit den Netzanschluss zu bedienen, kann das zur Überlastung des Anschlusses und folglich gegebenenfalls zur suboptimalen Ausnutzung beider Anlagen führen.

Idealerweise werden also beide Anlagen am Standort gemeinsam vermarktet. Der Vermarkter kann dann genau analysieren zu welchem Zeitpunkt die jeweiligen Anlagen am effizientesten genutzt werden können, um die Wirtschaftlichkeit der gesamten Anlage zu maximieren. Auch etwaige Transferzahlungen zwischen den Anlagenteilen können so unproblematisch gelöst werden.

 

Cross-Market-Optimierung: Mehr Erlöse durch Marktvielfalt

In Kombination mit einer Cross-Market-Optimierung lassen sich außerdem wirtschaftliche Vorteile realisieren, die über klassische Modelle hinausgehen. Die Cross-Market-Optimierung beschreibt die gleichzeitige Vermarktung von Batteriespeichern über mehrere Märkte. Dazu gehören Day-Ahead, Intraday-Auktionen, Intraday-Continuous sowie Regelenergiemärkte wie SRL und PRL. Ziel ist es, die Flexibilität des Speichers voll auszunutzen und die Erlöse durch die Wahl des richtigen Marktes zum richtigen Zeitpunkt zu maximieren.

Im Gegensatz zur klassischen Direktvermarktung erlaubt dieser Ansatz eine dynamische Reaktion auf Marktbewegungen. Besonders in Zeiten häufiger negativer Preise und hoher Volatilität bietet die Cross-Market-Strategie klare Vorteile. Die Anlagen müssen dafür aber bereits gewisse technische Voraussetzungen wie die volle Betriebsbereitschaft und die Prä-Qualifikation für Regelenergiemärkte erfüllen.

 

Für wen lohnt sich Co-Location?

Generell lohnt sich Co-Location in vielen Fällen, da die Kombination aus Erzeugung und Speicherung ein robusteres Geschäftsmodell schafft, das besser auf volatile Märkte reagieren kann. Besonders lohnt sich Co-Location für…

icon Münzen

Anlagenbetreiber 

 

Betreiber, die bereits Windkraft- oder Photovoltaikanlagen betreiben oder neue Anlagen errichten, die bereits eine Genehmigung für einen Netzanschluss erhalten haben, jedoch keinen eigenen Netzanschluss für einen Batteriespeicher bekommen. Durch Co-Location können diese die Erlöse ihrer bestehenden Anlage durch die Integration eines Flexibilitäts-Assets steigern. 

 

Icon Menschen zusammen an einem Tisch

Unternehmen mit hohem Eigenverbrauch und Netzanschluss  

 

Durch Integration eines Batteriespeichers am Standort kann die Abhängigkeit vom öffentlichen Stromnetz verringert werden.

Unser Vermarktungsansatz für Co-Location-Batteriespeicher  

Vergangene Batteriespeicherprojekte haben uns gezeigt, dass nicht jedes Vermarktungsmodell zu jedem Batteriespeicher oder jeder Risikobereitschaft passt. Wir bieten deshalb verschiedene Erlösmodelle, abgestimmt auf die Risikopräferenz der Betreiber: Ob Profit Share, Tolling, Kombimodelle, oder ein Hybrid-PPA, wir passen die Batterievermarktung an das jeweilige Projekt an. Hinter jedem dieser Erlösmodelle steht unsere Handelsplattform, die rund um die Uhr von einem Expertenteam betreut wird.

Möchten Sie mehr zu unserer Batterievermarktung erfahren? Oder haben Sie Fragen?

Informationen zu unserer Batterievermarktung, mit und ohne Co-Location, sowie unser Kontaktformular haben wir für Sie gebündelt bereitgestellt. Wir freuen uns über Ihre Nachricht.