Gas- und Dampfkraftwerke Knapsack I und II
Die Sprinter in der Stromerzeugung

Statkraft im Chemiepark Knapsack
Mitten im Chemiepark Knapsack in Hürth vor den Toren Kölns betreiben wir die Kraftwerke Knapsack I und II. Der Standort verbindet moderne Kraftwerkstechnik mit der Flexibilität, die ein Energiesystem mit einem hohen Anteil erneuerbarer Energien benötigt. Mit 1.310 MW Gesamtleistung gehören die beiden Gas- und Dampfturbinenkraftwerke (GuD) zu den größten in Deutschland und machen Statkraft damit zu einem der drei größten Betreiber moderner Gas- und Dampfkraftwerke in Deutschland.
Hier finden Sie uns:
Chemiepark Knapsack / Geb. 6723
Industriestraße 300
50354 Hürth
Telefon: 02233 9580-100
Gas- und Dampfkraftwerke Knapsack I und II in Zahlen
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1.310 MWGesamtleistung
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bis zu 4.500 GWhStromerzeugung pro Jahr
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2007 / 2013Inbetriebnahme

Was machen wir genau im Chemiepark Knapsack?
Knapsack I ging 2007 als erstes Statkraft-Kraftwerk außerhalb Skandinaviens in Betrieb und hat eine Gesamtleistung von 880 MW. Mit Knapsack II ergänzten wir den Standort 2013 um eine weitere flexible Anlage und stärkten damit unsere Rolle für die Stromversorgung in Deutschland. Das Kraftwerk verfügt über eine Leistung von 430 MW.
Unsere GuD-Kraftwerke verfügen über bestehende Infrastruktur wie gesicherte Flächen, Netzanschlüsse und betriebserfahrene Teams und ermöglichen daher auch die Integration neuer Technologien – etwa Batteriespeicher oder hybride Anlagenkonzepte. Die Anlagen in Knapsack sind für die Beimischung von Wasserstoff vorbereitet und damit auf zukünftige Anforderungen des Energiesystems ausgerichtet.
Heute sorgen mehr als 60 Mitarbeitende dafür, dass beide Kraftwerke zuverlässig, sicher und effizient betrieben werden.

Mit moderner Instandhaltung sichern wir die Verfügbarkeit unserer Kraftwerke und schaffen die Voraussetzung, flexibel und zuverlässig auf die Anforderungen eines sich wandelnden Stromsystems zu reagieren.
Exkurs: So arbeiten die Kraftwerke Knapsack I und II
Flexible Energie für eine sichere Stromversorgung
Wenn Wind und Sonne nicht ausreichend Strom liefern, sorgen unsere Gaskraftwerke Knapsack I und II für Stabilität im Energiesystem. Dank ihrer hohen Flexibilität können sie innerhalb kurzer Zeit zusätzliche Leistung bereitstellen und so Versorgungssicherheit und Netzstabilität unterstützen.
Doch nicht nur das flexible Hochfahren ist wichtig für ein stabiles Netz, auch die rotierende Massen der Turbinen und Generatoren tragen zur Netzstabilität bei.
Im betriebswarmen Zustand können die beiden Kraftwerke innerhalb von 35 Minuten auf Volllast hochfahren. Dieser Vorgang erfolgt je nach Marktsituation bis zu 200-mal pro Jahr. Auch die Anfahrzeiten nach längeren Stillständen wurden kontinuierlich optimiert. Durch technische Anpassungen und Softwareupdates konnte die Zeit für einen sogenannten Kaltstart von fünf auf weniger als vier Stunden reduziert werden. Dadurch stehen die Anlagen schneller zur Verfügung und arbeiten gleichzeitig effizienter. Ihre Flexibilität macht sie zu den Sprintern in der Stromerzeugung.
Unsere Stromerzeugung ist konform mit dem europäischen Emissionshandelssystem und steht im Einklang mit unserer Verpflichtung zur UN-Strategie "Climate Neutral Now". Die entstehenden Emissionen werden vollständig mit Europäischen Emissionszertifikaten (EUAs) kompensiert.
Moderne Instandhaltung sorgt für Effizienz
Die Anforderungen an moderne Kraftwerke verändern sich mit der Energiewende. Während Kraftwerke früher häufig rund um die Uhr in Betrieb waren, müssen sie heute deutlich flexibler arbeiten.
Mehrere Starts pro Tag erhöhen die Belastung vieler Komponenten. Deshalb legen wir besonderen Wert auf vorbeugende Instandhaltung, optimierte Wartungsstrategien und eine vorausschauende Ersatzteilversorgung. So bleibt die hohe Verfügbarkeit der Anlagen erhalten.
Den Überblick bewahren in der Leitwarte
In der Leitwarte laufen alle wichtigen Informationen zum
Kraftwerksbetrieb zusammen. Von hier aus werden die Kraftwerke gestartet, gesteuert und wieder abgefahren. Wesentliche Betriebsparameter wie Druck oder Temperatur von Brenngas, Abgas, Kühlwasser oder Dampf, werden überwacht. Bei Abweichungen vom Normalbetrieb oder bei Störungen einzelner Komponenten gehen entsprechende Alarmmeldungen ein. Das Kraftwerkspersonal muss diese Meldungen dann bewerten und von der Leitwarte aus oder vor Ort im Kraftwerk selbst Maßnahmen zur Wiederherstellung des Normalbetriebs einleiten.
Im betriebswarmen Zustand erreichen Knapsack I und II innerhalb von rund 35 Minuten ihre volle Leistung.
Die Kraftwerke unterstützen die Integration erneuerbarer Energien und helfen dabei, Stromversorgung und Netzstabilität auch bei schwankender Wind- und Solarstromerzeugung sicherzustellen.
Erfahren Sie mehr über unsere Aktivitäten in Deutschland
Hier finden Sie Wissenswertes über unsere deutschen Kraftwerke.


