Ursache für Rotorblattverlust im Windpark Aalen-Waldhausen ermittelt
Aalen-Waldhausen/Düsseldorf, 23. Juli 2026. Nach dem Verlust eines Rotorblatts an einer Windkraftanlage im Windpark Aalen-Waldhausen liegen Erkenntnisse zum Schadenshergang vor. Seit dem Vorfall wurde die havarierte Anlage durch Windtechnikexperten und einen unabhängigen Gutachter umfassend untersucht. Ergebnis der Untersuchungen ist, dass ein Riss im Blattlager mit sehr hoher Wahrscheinlichkeit am 5. Juli 2026 dazu führte, dass sich an der Windkraftanlage eines der Rotorblätter von der Nabe löste und unmittelbar neben der Anlage zu Boden ging. Bei dem Vorfall wurde niemand verletzt, auch entstand über die Anlage hinaus kein weiterer Sachschaden.
Die Installation eines neuen Rotorblatts an der Anlage wird voraussichtlich einige Wochen in Anspruch nehmen und hängt davon ab, wann ein für die Arbeiten erforderlicher Kran zur Verfügung steht und wann die notwendigen Genehmigungen für die Anlieferung des Ersatzteils vorliegen. Das beschädigte Rotorblatt wurde bereits abtransportiert. Nun wird die Fläche in der Umgebung der havarierten Anlage nach verstreuten Kleinstpartikeln abgesucht und gereinigt.
Auch alle weiteren Windkraftanlagen wurden untersucht / Sechs Anlagen sind wieder in Betrieb / Schaden an einer zweiten Anlage instandgesetzt
Umgehend nach dem Vorfall wurden auch alle weiteren Anlagen im Windpark vorsorglich abgeschaltet und untersucht. Fünf der sechs Anlagen laufen seit dem 10. bzw. 11. Juli wieder, nachdem sie von Windtechnikexperten ohne Einschränkung für den Betrieb freigegeben wurden. An einer Anlage wurde ein initialer Riss im Blattlager identifiziert. Der Schaden wurde umgehend fachgerecht instandgesetzt, wodurch die Anlage am 17. Juli wieder sicher in Betrieb genommen werden konnte. Das Blattlager wird vorsorglich zum nächstmöglichen Zeitpunkt in Gänze ausgetauscht. Das wird nach jetzigem Kenntnisstand voraussichtlich im November dieses Jahres sein, da auch diese Arbeit einen Kraneinsatz erfordert.
Statkraft nimmt die Havarie vom 5. Juli und den identifizierten Schaden an einer zweiten Anlage zum Anlass, die Sicherheitsvorkehrungen im Windpark deutlich zu verstärken: An allen Anlagen werden Monitoring-Systeme angebracht, die rund um die Uhr und in Echtzeit Daten über den Zustand der Blattlager liefern. Bei dem Monitoring-System handelt es sich um eine umlaufende Glasfaser, die auch kleinste Veränderungen an den Blattlagern sicher erfasst und meldet.
Der Betrieb von Statkrafts Windenergieanlagen in Deutschland wird 24 Stunden am Tag und an sieben Tagen in der Woche durch ein Serviceunternehmen sowie einen technischen Betriebsführer überwacht. Die Daten der neu installierten Monitoring-Systeme fließen ab sofort in die Überwachung des Windparks Aalen-Waldhausen ein.
„Wir nehmen die Havarie und die Ergebnisse der Ursachenermittlung im Windpark sehr ernst. Der sichere Betrieb unserer Windkraftanlagen und die Sicherheit der Bevölkerung stehen an erster Stelle. Wir werden neben den getroffenen Maßnahmen die Erkenntnisse aus Aalen-Waldhausen nutzen und überprüfen, wie wir unsere Sicherheitsvorkehrungen auch über den Vorfall hinaus und allgemein verbessern können“, erklärt Statkrafts Deutschland-Chef Stefan Göbel.
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Roman Goodarzi
Pressesprecher