
Solarpark und Batteriespeicher Kiesgrube Zerbst
Statkraft betreibt in Zerbst/Anhalt im Landkreis Anhalt-Bitterfeld (Sachsen-Anhalt) einen Solarpark mit angeschlossenem Batteriespeicher. Das Hybridkraftwerk hat eine maximale Leistung von rund 46,4 Megawatt und erstreckt sich über eine Fläche von etwa 41 Hektar. Die Anlage wurde im November 2025 in Betrieb genommen.
Die wichtigsten Zahlen
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14.000Haushalte werden mit Erneuerbare Energie versorgt
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46,4 MWLeistung Solarpark
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16 MWLeistung Batteriespeicher
Die Anlage in Kürze
Der Solarpark mit angeschlossenem Batteriespeicher in Zerbst/Anhalt wurde auf dem Gelände einer ehemaligen Kiesgrube errichtet. Auf rund 41 Hektar erzeugen 73.000 Solarmodule jährlich knapp 50.000 Megawattstunden grünen Strom. Das entspricht dem Bedarf von etwa 14.000 Haushalten und spart rund 32.000 Tonnen CO₂ pro Jahr ein.
Der angeschlossene Batteriespeicher kann mit einer Leistung von 16 Megawatt bis zu 57 Megawattstunden Strom aufnehmen. Tagsüber, wenn die Solarmodule mehr Energie erzeugen als benötigt wird, füllen sich die Batterien. Sinkt abends oder bei geringer Sonneneinstrahlung die Produktion, geben die Batterien den gespeicherten Strom wieder ab. So hilft das Hybridkraftwerk, Stromproduktion und Verbrauch besser in Einklang zu bringen – und leistet einen wichtigen Beitrag für das Energiesystem der Zukunft.
Der Solarpark ist vollständig eingezäunt, der Zugang zum See inmitten der ehemaligen Kiesgrube bleibt jedoch weiterhin frei. Die Umzäunung rund um den Solarpark wurde mit heimischen Pflanzen begrünt und trägt so zur ökologischen Gestaltung des Areals bei.



Vom Plan zur Umsetzung
Die Idee für den Solarpark in Zerbst/Anhalt nahm im Jahr 2022 Gestalt an: In diesem Jahr startete die erste Beteiligungsrunde und die Gemeinde beschloss die Aufstellung des Bebauungsplans. Nach umfangreichen technischen Planungen sowie arten- und naturschutzrechtlichen Untersuchungen erhielten wir im Sommer 2024 die Baugenehmigung.
Im Herbst 2024 begannen die Bauarbeiten auf dem Gelände der ehemaligen Kiesgrube. Nur ein Jahr später, im November 2025, ging das Hybridkraftwerk in Betrieb und speist seitdem grünen Strom ins Netz. Der Netzanschlusspunkt liegt nur wenige Kilometer entfernt.
Wer die einzelnen Schritte der Bauphase noch einmal im Detail nachvollziehen möchte, findet in unserem Bautagebuch spannende Einblicke.

Naturschutz und erneuerbare Energie
Die Nutzung von Solarenergie verringert CO₂-Emissionen und trägt damit dazu bei, die Folgen des Klimawandels zu begrenzen. Solarparks bieten eine große Chance für die natürliche Vielfalt:
- Durch das Anlegen von Hecken rund um den Solarpark entstehen neue Lebensräume für Insekten, Vögel, Fledermäuse und Bodenmikroorganismen. Das fördert die Artenvielfalt, was wiederum der regionalen Landwirtschaft zugutekommt.
- Die Bäume, Büsche und (Klein-)Biotope rund um den Baggersee in der Mitte des Solarparks bleiben erhalten. Für heimische Amphibien haben wir Trockenhabitate als Rückzugsort angelegt.
- Solaranlagen sind leise, emittieren keine Gase, keinen Feinstaub und werden meist schnell als Teil der Landschaft akzeptiert. In diesem Fall handelt es sich bei dem Gelände um ein Konversionsgebiet, das bereits durch die starke Nutzung der letzten Jahrzehnte geprägt ist.
- Beim Bau der Solaranlage wird auf einen minimalen Eingriff in den Boden geachtet. Die Unterkonstruktion kommt vollständig ohne Fundamente aus und verdichtet den Boden nicht.
- Hat die Anlage das Ende ihrer Lebensdauer erreicht, sichern wir den Rückbau und der Boden kann für die Landwirtschaft oder andere Projekte genutzt werden.

Statkrafts freiwillige Kommunalabgabe
Für uns ist es selbstverständlich, unsere Partnergemeinden am Erfolg unserer Erneuerbaren-Projekte teilhaben zu lassen. Die Gemeinde Zerbst/Anhalt werden wir gemäß § 6 EEG 2023 über eine freiwillige Kommunalabgabe an den Erträgen des Solarparks beteiligen. Über die Einnahmen in Höhe von rund 100.000 Euro pro Jahr kann die Gemeinde frei verfügen und damit zum Beispiel Infrastruktur-Projekte für Bürgerinnen und Bürger umsetzen.
Über IIP
Statkraft hat das Projekt gemeinsam mit dem Ingenieurbüro Invest-Projekt GmbH (IIP) entwickelt. Die Ingenieurgesellschaft hat ihren Sitz in Börde-Hakel (Sachsen-Anhalt). Sie wurde 1992 aus der Planungs- und Investitionsabteilung des Kunststoffwerkes Orbitaplast Westeregeln gegründet. Seit der Gründung hat sich die IIP GmbH als Planungsbüro in den Bereichen Erneuerbare Energien, insbesondere Photovoltaikanlagen, und Hoch- und Tiefbauplanung etabliert. Sowohl kommunale als auch private Auftraggeber zählen zu den Kunden der IIP GmbH.
Kontaktmöglichkeiten für Projektinteressierte und Pressevertreter

Aleksandra Gabryjalowicz-Watla
Head of Development Support

Desirée Salminkeit
Project Manager Wind & Solar Germany

Roman Goodarzi
Pressesprecher
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